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Total War: Shogun 2: Serienväter schalten sich nach Remaster-Debakel ein
Nur zwei Tage überlebte die modernisierte Complete Edition des 4X-Strategieklassikers Total War: Shogun 2. Nach einer mittleren vierstelligen Anzahl „äußerst negativer“ Bewertungen zog Sega den Stecker. Creative Assembly sei zwar nicht verantwortlich, übernehme aber Verantwortung für das Debakel.
Laut Nutzerwertungen gibt es an der Qualität des Remasters eine Menge auszusetzen. Die Grafik sei fehlerhaft und nutze KI-generierte Elemente, heißt es dort. Belege lassen sich im Netz finden, darunter auch Szenen, in denen Personen sechs Finger an der Hand haben. Dass das gerade bei einem Remaster schlecht angekommt, bedarf kaum einer Erklärung: Wer das Upgrade eines Klassikers kauft, schätzt es als Kunstwerk aus der Feder von Menschen.
Zudem, schreiben Rezensionen weiter, erreiche das Original mit Mods eine bessere Qualität und laufe besser. Das aber ließ sich mit Erscheinen des teuren Remasters nicht mehr kaufen. Bemängelt wurde außerdem, dass kaum Fehlerbehebungen vorgenommen wurden, das Remaster erhalte eher mehr als weniger Bugs. Das Fazit lautete also: „Schlechter als das Original“. Andere formulieren deutlicher, unterstellen reine Profitmaximierung, zumal bei einem Preis von rund 40 Euro für ein altes Spiel.
Creative Assembly äußert Verständnis fü die Verärgerung. „Wir sind es auch“, schreiben die Entwickler der Serie. Das Remaster sei jedoch durch ein externes Studio entwickelt worden und deshalb nicht „unseren internen Überprüfungen und Qualitätssicherungen“ unterworfen gewesen. Man habe den Titel nicht im Blick gehabt, alle eigenen Teams seien mit den nächsten großen Projekten befasst gewesen.
Darüber hinaus „untersucht“ Creative Assembly den KI-Einsatz beim Remaster von Total War: Shogun 2. Das klingt vage und ausweichend, verschafft aber auch Zeit, um die Lage in Ruhe und fair zu bewerten. Denn in der Stellungnahme wird gleichzeitig unterstrichen, dass Creative Assembly den Einsatz von generativer KI für die Erstellung von Assets untersagt. Dies gilt ausdrücklich auch für externe Partner. KI-Werkzeuge haben ihren Platz als unterstützendes Werkzeug, etwa zum Suchen und Beheben von Fehlern, zur Analyse oder zum Erstellen von Prototypen, aber nicht als Ersatz für menschliche Kreativität, schreibt das Studio.
Unabhängig dieser Entwicklerkonstellation stellt Creative Assembly aber klar: „Total War ist unsere Marke und unser Name steht darauf“. Deshalb müsse man die Situation in Ordnung bringen. Nicht zuletzt sei das auch den Entwicklern im Studio selbst wichtig. Ein Team erfahrener Entwickler solle zu diesem Zweck mit Sega und Mataboo, den Urhebern des Remasters, zusammenarbeiten. Konkrete Ergebnisse gebe es jedoch noch nicht, man wolle die Dinge aber geradebiegen
Die Redaktion dankt zahlreichen ComputerBase-Lesern für den Hinweis zu dieser Meldung!