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Aqara Power Plug H2 EU im Test: Die Steckdose, die mehr kann
von Carsten Knobloch
24. Okt. 2026 |
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Moin zusammen! Wer sich seit Jahren mit Smart-Home-Technik beschäftigt, der hat vermutlich schon eine ganze Schublade voller intelligenter Steckdosen durchprobiert. Von klobigen WLAN-Klötzen, die gleich drei Steckplätze auf der Steckerleiste blockieren, bis hin zu frühen Zigbee-Modellen, die vielleicht alle paar Wochen aus unerklärlichen Gründen die Verbindung verloren haben. Mittlerweile hat Aqara den Power Plug H2 in der EU-Version auf den Markt gebracht. Und auf den ersten Blick dachte ich ehrlicherweise: „Schon wieder eine neue Steckdose? Gibt es da nicht langsam genug von?“
Aber der Schein trügt. Aqara hat hier nämlich ein Feature eingebaut, das ich so bisher bei noch keinem anderen Zwischenstecker gesehen habe und das gerade für uns Smart-Home-Bastler spannend ist. Ich habe mir das kleine Teil in den letzten Wochen mal genauer in meinem Setup angeschaut und zeige euch, was der Neuzugang auf dem Kasten hat.
Fangen wir mit dem Offensichtlichen an: der Hardware. Der Aqara Power Plug H2 EU ist erfreulich kompakt geraten. Er besitzt einen glänzenden weißen Kunststoffrahmen und fällt in der Wandsteckdose kaum auf. Viel wichtiger ist aber der Einsatz in handelsüblichen Mehrfachsteckdosen. Ihr kennt das leidige Problem mit Sicherheit: Man steckt einen Smart-Plug ein, und zack, sind die Plätze links und rechts daneben oft unbrauchbar, weil das Gehäuse des Plugs übersteht. Aqara hat das Gehäuse hier so schlank und rechteckig designt, dass der Stecker wirklich nur seinen absolut eigenen Platz beansprucht. Normale Schuko-Stecker oder Netzteile passen problemlos direkt daneben.
An der Seite befindet sich ein kleiner physischer Taster, um das angeschlossene Gerät auch mal manuell am Gerät ein- oder ausschalten zu können. Hier muss ich allerdings einen kleinen Kritikpunkt loswerden: Wenn die Steckdose in einer engen Nische hinterm Sofa oder eben direkt neben anderen dicken Netzteilen in der Leiste steckt, ist dieser seitliche Knopf manchmal etwas fummelig zu erreichen. Eine Platzierung auf der Oberseite hätte ich etwas praktischer gefunden, aber das macht ja keiner. Das ist aber Meckern auf sehr hohem Niveau.
Kommen wir zu den Leistungswerten. Der Plug unterstützt 16 Ampere und damit eine Dauerlast von bis zu 3680 Watt. Damit ist er nicht nur für die kleine Stehlampe im Wohnzimmer oder das Ladegerät auf dem Schreibtisch geeignet. Ihr könnt hier problemlos auch Großgeräte wie die Waschmaschine im Keller, den Trockner oder einen leistungsstarken Wasserkocher absichern, ohne dass euch das Teil abraucht oder die integrierte Sicherung fliegt.
Jetzt wird es technisch, denn hier liegt die eigentliche Magie des Aqara Power Plug H2. Bisher musste man sich beim Kauf meistens entscheiden: Kaufe ich ein Matter-over-Thread-Gerät, um es direkt in Apple Home, Google Home oder Home Assistant (über einen entsprechenden Thread Border Router wie einen HomePod oder ein Apple TV) einzubinden? Oder setze ich lieber auf den bewährten Zigbee-Standard, binde das Gerät an meinen Aqara-Hub und nutze die herstellerspezifischen Spezialfunktionen?
Der Power Plug H2 sagt einfach: „Warum nicht beides?“ Er hat tatsächlich beide Funkprotokolle an Bord. Ihr könnt ihn entweder über Zigbee 3.0 an einen Aqara-Hub (wie den M2, M1S oder den M3) koppeln, oder ihr nutzt den aufgedruckten Matter-Code und bindet ihn nativ über Thread in euer bevorzugtes Smart-Home-System ein. Ihr könnt euch jederzeit umentscheiden (durch ein einfaches Zurücksetzen des Plugs). In beiden Modi fungiert die am Dauerstrom hängende Steckdose ganz nebenbei als Router bzw. Repeater und verstärkt euer jeweiliges Mesh-Netzwerk (entweder das Thread- oder das Zigbee-Netz).
Ich habe im Test beide Wege ausprobiert. Die Einbindung über Zigbee in die Aqara-Welt lief gewohnt reibungslos ab: Knöpfchen lange drücken, in der App suchen lassen, zack, verbunden. Apple Home war auch kein Pr