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Künstliche Intelligenz - Preisgekrönte Mathematiker weinen, weil KI Probleme löst, an denen sie seit Jahrzehnten arbeiten
KI zwingt momentan einige Mathematiker dazu, genauer über ihr Leben nachzudenken. (Bildquelle: Adobe Stock – Elnur)
Die Lösung für ein Problem finden, das die Menschheit schon seit Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten beschäftigt. Ein Traum für viele Mathematiker.
Manche Mathematiker arbeiten ihr Leben lang an der Antwort auf bestimmte Fragen beziehungsweise an bestimmten mathematischen Problemen.
Seitdem KI-Systeme auf dem Vormarsch sind, wird die Vorstellung vom »Held der Mathematik« immer mehr zum Wunschtraum oder sogar zur Utopie. Das bezeugen nun mehrere Mathematiker, die sich mit über 700 neuen mathematischen Forschungspapieren von OpenAIs ChatGPT-Modellen konfrontiert sehen.
Was ist passiert? In den vergangenen Monaten und Jahren haben KI-Unternehmen des Öfteren Lösungen oder Lösungsansätze für einige mathematische Probleme geliefert, zum Beispiel für einige der Erdös-Probleme.
Was sind die Erdős-Probleme? Paul Erdős war ein ungarischer Mathematiker (1913–1996), der für seine enorme Produktivität und seine Zusammenarbeit mit Hunderten anderer Forschender bekannt war. Er veröffentlichte mehr als 1.500 Arbeiten, vor allem in der Zahlentheorie, der Kombinatorik und der Graphentheorie (via Wikipedia.org).
Erdős hatte den Ruf, ständig neue mathematische Probleme zu stellen und für deren Lösung Geldprämien auszusetzen. Diese sogenannten Erdős-Probleme reichen von einfach formulierten, aber schwer lösbaren Fragen bis hin zu bedeutenden Vermutungen in der Zahlentheorie. Manche davon wurden inzwischen gelöst, viele sind bis heute offen.
Diese Vorfälle häuften sich mit der Zeit, bis der neueste Fall am 06. Oktober 2026 die Welt vieler Mathematiker erschütterte. OpenAI hat 722 Manuskripte veröffentlicht, in denen angeblich über 372 mathematische Probleme aus den Bereichen Geometrie, Informatik, Algebra und anderen Fachgebieten gelöst oder deutliche Fortschritte erzielt wurden.
Drei davon hat OpenAI anschließend zurückgenommen, da sie angeblich fehlerhaft waren. Experten, wie zum Beispiel Alex Townsend, Professor für Mathematik an der Cornell University in Ithaca, gehen davon aus, dass noch mehr davon als fehlerhaft eingestuft werden (via Ratractionwatch.com).
Viele oder gar die meisten der Problemlösungen scheinen jedoch valide zu sein. So valide, dass einige Mathematiker regelrecht aufgelöst waren, als sie davon erfuhren.