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Microsoft: 60.000 Mitarbeitern winkt Geld fürs Gehen
Nach mehreren Entlassungswellen bietet Microsoft erneut Abfindungen für freiwillige Austritte an. Das Unternehmen öffnet das Programm diesmal für wesentlich mehr Mitarbeiter als im Frühjahr. Doch nicht jede Abteilung darf teilnehmen – selbst innerhalb der KI-Sparte gibt es Abweichungen.
Etwa 60.000 Microsoft-Beschäftigte können das Unternehmen freiwillig gegen eine Abfindung verlassen. Das wird aus einer Mitteilung von Personalchefin Amy Coleman ersichtlich. Die Dimension bestätigte Microsoft bereits gegenüber GeekWire.
Gemessen an den zuletzt gemeldeten 223.000 Vollzeitbeschäftigten zum 30. Juni 2026 entspricht das ungefähr 27 Prozent der weltweiten Belegschaft. Das Programm ist jedoch auf Mitarbeiter in den USA, Kanada, Großbritannien und Indien begrenzt. Deutschland gehört nicht zu den beteiligten Ländern.
Anspruchsberechtigt sind Mitarbeiter bis zur internen Hierarchiestufe 70, womit zum Teil auch Führungskräfte auf Vice-President-Ebene eingeschlossen sind. Anders als bei vorherigen Angeboten spielen weder das Alter noch die Betriebszugehörigkeit oder die bisherige Leistung eine Rolle. Entscheidend ist stattdessen, ob die jeweilige Abteilung am Programm teilnimmt.
Die betroffenen Mitarbeiter erhalten ihre persönlichen Angebote per E-Mail. Laut GeekWire haben sie bis zur ersten Dezemberwoche Zeit, sich zu entscheiden. Das Abfindungspaket entspricht den gängigen Bedingungen bei einer Trennung von Microsoft. Dazu gehören Zahlungen abhängig von Betriebszugehörigkeit und Position, eine zeitlich begrenzte Krankenversicherung sowie Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung.
Das Programm erstreckt sich über viele Sparten. Nach Informationen von The Verge gehören unter anderem Xbox, Windows + Devices, Copilot, CoreAI und AI Experiences dazu. Auch Beschäftigte aus der Finanz- und Personalabteilung können das Angebot wahrnehmen.
Während diese Bereiche am Programm teilnehmen, gilt das für Cloud + AI, MicrosoftAI und Teile der Unternehmens- und Rechtsabteilung nur begrenzt. Andere Sparten bleiben vollständig komplett außen vor: Dazu zählen die Sicherheitssparte, das Marketing, das Geschäft mit Unternehmenskunden sowie Discovery and Quantum, zu dem Microsofts Forschung im Bereich Quantencomputing gehört.
Microsoft selbst nennt in seiner Mitteilung keine konkreten Abteilungen. Personalchefin Amy Coleman erklärt nur, dass die Teilnahme von den geschäftlichen Prioritäten, den Verpflichtungen gegenüber Kunden und dem jeweiligen Personalbedarf abhänge.
Es ist bereits das zweite freiwillige Ausstiegsprogramm innerhalb weniger Monate. Im Frühjahr hatte Microsoft etwa 8.750 Beschäftigten in den USA ein Angebot zum vorzeitigen Ausscheiden gemacht. Damals richtete es sich vor allem an langjährige Mitarbeiter. Bedingung war unter anderem, dass die Summe aus Lebensalter und Betriebszugehörigkeit mindestens 70 Jahre erreichte.
Etwa 30 Prozent der Berechtigten nahmen das Angebot an. Das entspricht rechnerisch rund 2.600 Mitarbeitern, die das Unternehmen freiwillig verließen.