// HEISE ONLINE — MONDO
Dienstag: Goldener Handschlag bei Microsoft, Milliarden-Deal von SpaceX
Microsoft baut Stellen ab + SpaceX schließt Finanzierungsdeal + Verfahren gegen Milei eingestellt + Anthropic vor Börsengang + Debatte um PHP-Schwachstellen
Microsoft baut kräftig Stellen ab. Rund 60.000 Beschäftigte erhielten am Montag ein Angebot für einen „freiwilligen Abschied“. Wer gehen möchte, bekommt Geld. Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX schließt eine 40 Milliarden US-Dollar schwere Leasing-Vereinbarung mit dem Vermögensverwalter Apollo zur Finanzierung von KI-Chips von Nvidia. Und im Fall des $Libra-Kryptowährungsbetrugs stellt die argentinische Justiz das Verfahren gegen Präsident Javier Milei sowie dessen Schwester ein – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
Im April machte der US-Konzern Microsoft etwa sieben Prozent seiner Belegschaft in den USA ein Angebot für einen freiwilligen Abschied inklusive zusätzlich fünf Jahre Krankenversicherung. Zugreifen durften langjährige Microsoft-Beschäftigte, bei denen sich Alter und die Dauer der Betriebszugehörigkeit auf mindestens 70 summierten. Das betraf damals rund 9.000 US-Mitarbeiter. Laut Berichten nahm rund ein Drittel das Angebot an. Am Montag nun erhielten Tausend Beschäftigte in vier Ländern, rund 27 Prozent der Konzernbelegschaft, eine „Voluntary Exit Offer‟. Das neue, riesige Abbauprogramm dürfte über Microsoft hinaus Wellen schlagen. Microsoft bietet 60.000 Mitarbeitern Goldenen Handschlag
Tech-Unternehmen nehmen aktuell enorme Summen auf, um ihre Investitionen in Rechenzentren, Chips und andere KI-Infrastruktur zu finanzieren. Am Montag nun hat das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk mit dem Investment- und Beteiligungsunternehmen Apollo Global Management eine verbindliche Finanzierungsvereinbarung im Wert von rund 40 Milliarden US-Dollar getroffen. Ein Tochterunternehmen von Apollo Global Management wird KI-Chips des US-Chipkonzerns Nvidia und die zugehörige Server-Hardware erwerben und diese an SpaceX verleasen. Space X: Vereinbarung zur Finanzierung von KI-Chips über 40 Milliarden US-Dollar
Im Februar 2025 wurde die Kryptowährung $Libra eingeführt. Argentiniens Präsident Javier Milei bewarb sie über seinen X-Account als privates Projekt. Schätzungsweise 40.000 Menschen erwarben tatsächlich $Libra. Der Memecoin gewann schnell an Wert, kollabierte dann aber innerhalb weniger Stunden. Eine kleine Gruppe mit Zugang zu Insiderinformationen machte Millionengewinne; die übergroße Mehrheit der Investorinnen und Investoren aber erlitt Verluste in Gesamthöhe mehrerer hundert Millionen US-Dollar. Argentiniens Justiz ermittelte wegen der Rolle von Javier und Karina Milei in der Angelegenheit. Nun kam ein Richter zu dem Schluss, dass es keine Beweise für Betrug gebe; er stellte das Verfahren gegen alle Beteiligten ein. Kryptowährung $Libra: Präsident Milei von Betrugsvorwürfen freigesprochen
Das US-amerikanische KI-Unternehmen Anthropic hat einen weiteren Schritt in Richtung Börsengang gemacht. Am Montag veröffentlichte der Claude-Entwickler seinen Börsenantrag bei der US-Börsenaufsicht SEC. Dieser zeigt: Trotz hoher Nettoverluste erzielte Anthropic zuletzt operativ Gewinn. Im ersten Halbjahr 2026 vervierzehnfachte Anthropic seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 16,3 Milliarden US-Dollar. Rund 80 Prozent des Umsatzes erzielte das Unternehmen mit nutzungsabhängigen Gebühren, etwa für den Zugriff auf KI-Modelle über Programmierschnittstellen. Anthropic vor Börsengang: Umsatz vervierzehnfacht und enorme KI-Kosten
Selbst die Tagesschau und die Zeitungen berichten darüber: Zwei kritische PHP-Schwachstellen haben große Teile des Internets zeitweise lahmgelegt. Die Sicherheitsforschung wurde dabei erheblich durch künstliche Intelligenz unterstützt. Der Fall zeigt vor allem, wie wenig Zeit künftig zwischen der Veröffentlichung eines Sicherheitsupdates und dessen Ausnutzung bleiben dürfte. Tobias Glemser von der deutschen secuvera GmbH zeigt in einem Kommentar für heise online Auswege aus dem Dilemma auf. Laut Matthew Prince, dem CEO von Cloud