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Ohne Emulator: nxnative bringt Switch-Spiele auf iPhone, iPad und Mac
Das Open-Source-Projekt nxnative macht aus Nintendo-Switch-Spielen eigene Apps für iPhone, iPad und Mac mit Apple Silicon. Die Spiele laufen ohne Emulator direkt auf den Apple-Geräten. Für das Erstellen der Apps werden unter anderem die Spiele und Entschlüsselungsschlüssel einer Switch sowie ein Mac benötigt.
Dass die Spiele auf neueren Apple-Geräten ohne Emulation laufen, liegt an der gemeinsamen ARM64-Architektur der Chips in der Switch und in Apples aktuellen Mac, iPads und iPhones. Der Spielcode der Nintendo Switch muss dadurch nicht für eine andere Prozessorarchitektur übersetzt werden, sondern nxnative ersetzt stattdessen nur die Switch-spezifischen Bestandteile im Code. Ein Hilfsprogramm dient dabei sozusagen als Konsolen-Systemsoftware. Auch die Grafikaufrufe werden von Nvidias NVN-API in der Switch zu Apples Metal-API konvertiert.
Auf der GitHub-Seite des Projekts sind inzwischen mehr als 60 getestete Spiele aufgeführt, darunter Super Mario Odyssey und Metroid Dread. Einige Spiele, die auf der Switch mitunter auf 30 Bilder pro Sekunde limitiert sind, lassen sich auf Macs problemlos auch mit 60 Bildern pro Sekunde wiedergeben. Getestet wurde unter anderem das Spiel Monster Hunter Rise auf einem älteren MacBook Air mit M1-Chip und 8 GB Arbeitsspeicher, das auch auf diesem stabil mit 60 FPS lief.
Um Switch-Spiele auf einem Mac, iPhone oder iPad spielen zu können, müssen Nutzer Spiele und Entschlüsselungsschlüssel von einer eigenen Switch nutzen und anschließend das Build-Skript in Xcode auf einem Mac ausführen. Das Erstellen des ersten Builds kann den Berichten zufolge bis zu einer Stunde dauern. Danach lässt sich die App mit Anwendungen wie AltStore oder Sideloadly installieren.
Auf iPhone und iPad sind iOS 26 beziehungsweise iPadOS 26 erforderlich. Unterstützt werden iPhone ab dem iPhone 15 Pro sowie iPads mit M1-SoC oder neuer. Ältere iPhones unterstützen das Texturformat der Spiele nicht, weshalb diese nicht genutzt werden können. Online-Funktionen und amiibo funktionieren nicht.
Wie lange das Projekt verfügbar bleibt und ob Nintendo rechtlich dagegen vorgehen wird, ist unklar.