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CO₂ und Co.: Treibhausgase haben neues Rekordhoch erreicht
Die Erdatmosphäre reichert sich weiter mit Treibhausgasen an: 2025 lag der mittlere CO₂-Gehalt bei 426,8 Teilchen pro Million und damit so hoch wie nie zuvor in der Messreihe. Auch Methan und Lachgas erreichten neue Höchststände. Der CO₂-Zuwachs fiel zwar geringer aus als im Rekordjahr 2024, lag aber weiterhin über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.
Genf (Schweiz). Kohlendioxid ist in der Luft nur in vergleichsweise geringen Mengen enthalten, beeinflusst aber den Energiehaushalt der Erde. Es nimmt einen Teil der von der Oberfläche abgegebenen Wärmestrahlung auf und trägt so zum natürlichen Treibhauseffekt bei. Steigt seine Konzentration durch menschliche Aktivitäten, verstärkt sich die Erwärmung.
Die Menge an CO₂ in der Atmosphäre ist dabei nicht mit den jährlichen Emissionen gleichzusetzen. Sie zeigt an, wie viel des freigesetzten Gases nach der Aufnahme durch Landökosysteme und Ozeane in der Luft verbleibt. Im langjährigen Mittel nehmen diese natürlichen Kohlenstoffsenken zusammen etwa die Hälfte der menschengemachten CO₂-Emissionen auf.
Wie sich diese Konzentrationen weltweit entwickeln, hat die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) in ihrem 22. Treibhausgas-Bulletin ausgewertet. Dafür werden Messungen des internationalen Global-Atmosphere-Watch-Netzwerks zusammengeführt. Allein in die Analyse zum Kohlendioxid gingen Beobachtungen von 179 Stationen ein.
Für das Jahr 2025 ermittelte die WMO eine global gemittelte bodennahe CO₂-Konzentration von 426,8 ppm, also 426,8 CO₂-Teilchen unter einer Million Luftteilchen. Gegenüber 2024 stieg der Wert um 2,8 ppm. Damit liegt die Konzentration inzwischen um 53 Prozent über dem vorindustriellen Niveau von 1750.
„Wieder ein Jahr, wieder ein neuer Rekord“, erklärt Ko Barrett, stellvertretende Generalsekretärin der WMO.
Der Zuwachs lag unter dem außergewöhnlich hohen Plus von 3,5 ppm aus dem Jahr 2024. Damals hatte die WMO den größten jährlichen CO₂-Anstieg seit Beginn der modernen Messungen gemeldet. Dass der Zuwachs 2025 kleiner ausfiel, bedeutet deshalb keine Trendwende: Es kam erneut mehr Kohlendioxid in der Atmosphäre hinzu, als natürliche Prozesse entfernten.
Langfristig hat sich die Zunahme vielmehr beschleunigt. In den 1960er-Jahren stieg der CO₂-Gehalt noch um durchschnittlich 0,8 ppm pro Jahr, zwischen 2011 und 2020 waren es 2,4 ppm jährlich. Schon 2004 lag die weltweite Konzentration mit 377,5 ppm deutlich unter dem heutigen Wert.
„Seit den 1960er-Jahren haben sich die CO₂-Zuwachsraten verdreifacht“, betont Ko Barrett.
Der besonders große Sprung von 2023 auf 2024 hing nach Einschätzung der WMO auch mit dem damaligen El Niño zusammen. Trockenheit, Vegetationsbrände und geschwächte Landökosysteme verminderten die Aufnahme von CO₂ oder setzten zusätzlich gespeicherten Kohlenstoff frei. Im Jahr 2025 erholten sich die natürlichen Senken teilweise, während die Kohlenstoffemissionen aus Bränden zurückgingen.