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Stupid Never Dies im Test - Von Resident Evil zum Pop-Punk-Zombie
Das Action-RPG der Resident-Evil-Macher lockt mit absurdem Pop-Punk-Stil und starkem Kampfsystem, versinkt aber schnell in repetitiver Roguelike-Routine
Zwischen endlosen Fortsetzungen, Remakes und beliebten Genre-Klonen wirkt Stupid Never Dies wie ein Fremdkörper: Ein einzigartiges Action-RPG, in dem ein schwacher Zombie Gegnern die Kräfte abfrisst, eine wilde Mischung aus anspruchsvoller Action, Pop-Punk-Ästhetik und einer der wohl albernsten Ausgangslagen des Jahres.
Ein Action-RPG mit Roguelike-Elementen im Cel-Shading-Look. Entwickelt von GPTRACK50, schlüpft ihr in die Rolle des Zombies Davy, um euch gegen zufällige Dungeons zu metzeln. Das Spiel erschien am 21. Oktober 2026 für PC und PS5 und kostet regulär 49,99 Euro (Standard Edition).
Hinter diesem Debüt von GPTRACK50 steht Hiroyuki Kobayashi, der bei Capcom an Titeln wie Devil May Cry, Dragon’s Dogma und Resident Evil mitgewirkt hat, was die Erwartungen an das Kampfsystem entsprechend hoch ansetzt. Ein schüchterner Zombie kämpft sich durch einen Dungeon, für den er die Toilette hinuntergespült werden muss, um eine Studentin wiederzubeleben. Wie viel von diesem ungewöhnlichen Konzept im Spielverlauf trägt und wo es hinter dem eigenen Anspruch zurückbleibt, kläre ich in diesem Test. Mehr vom Spiel selbst seht ihr im obigen Video.
In dieser maximal unernsten Dystopie schlüpft ihr in die Rolle von Davy, einem unsterblichen Zombie, der alles daransetzt, seine eingefrorene Liebe Julia wiederzuerwecken. Ein skurriler Twist entfaltet sich gleich in den ersten Minuten, als Davy in einem verlassenen Kaufhaus versehentlich ein magisches Phönix-Ei verschlingt. Diese ungewöhnliche Mahlzeit verleiht ihm die Fähigkeit, sich in jede Höllenkreatur – sei es ein Werwolf oder eine Harpyie – zu verwandeln, sobald er sich ihren Kern im Kampf buchstäblich einverleibt.
Visuell glänzt das Spiel gerade als Erstlingswerk mit einer makellosen Performance samt konstanter Framerates ohne Grafik-Downgrades auf PS5 sowie PC. Die Pop-Punk-Ästhetik im polierten Anime-Cel-Shading-Look harmoniert außerdem wunderbar mit dem rockigen Soundtrack. Auf der Gamescom gaben uns Director Eiichiro Sasaki und Art Director Genseki Takana tiefere Einblicke in die Vision hinter Stupid Never Dies. Der Erfahrungsschatz der Entwickler zeigt sich zudem in der Action-Ausrichtung des Titels.
Das Kampfsystem präsentiert sich als Action-Gemetzel, bei dem bewusst auf eine Lock-on-Funktion verzichtet wurde. So seid ihr konstant dazu gezwungen, alle Richtungen im Dungeon im Auge zu behalten und keinen Gegner im Rücken zu ignorieren. Mit Boden- und Luft-Kombos sowie dem sogenannten "Stupid Parry" möchtet ihr so viele Angriffsketten wie möglich erzeugen und sammelt durch das Besiegen von Feinden Erfahrungspunkte für Buffs. Um euer Stresslevel weiter nach oben zu treiben, gibt es in den Durchläufen einen unerbittlichen, dafür aber ziemlich süßen Timer: Dieser sorgt gerne bei den Bossen am Ende eines Runs für Ärger, wenn ihr statt Taktik auf brachiale Gewalt setzen müsst. Fernkämpfer-Versionen von Davy werden somit oft obsolet.
Eine Roguelike-Schleife entsteht ganz nebenbei, weil das Sterben ein fester Bestandteil des Alltags eures Zombies ist. Innerhalb der kurzen Level sammelt ihr so Erfahrungspunkte, um zurück im Kaufhaus Burger-Menüs mit höherer Angriffskraft, schnelleren Ladezeiten oder beispielsweise stärkerer Verteidigung freizuschalten. Diese Verbesserungen treten aber erst im Dungeon in Kraft, wenn ihr durch Level-ups zufallsgenerierte Coupons wählt, die Davy entsprechende Buffs verleihen. Die Fast-Food-Gerichte aus der Basis schalten euch also nur die Möglichkeit frei, einen stärkeren Coupon-Pool zu erhalten.
Überhaupt gibt es recht viele Zufallselemente. Welche Elite-Monster auftauchen zum Beispiel, denn nur durch diese könnt ihr an verschiedene Seltenheitsstufen der Kerne kommen, die wiederum Davy in unterschiedlich starke Angreifer verwandeln. Eine sehr spannende Mechanik, die aber nach den ersten Runs schnell