// HEISE ONLINE — INTELLIGENZA ARTIFICIALE
Neue Sprachen für Siri AI – aber bloß kein Deutsch
Lange parlierte Siri AI nur auf Englisch, nun reicht Apple unter anderem Französisch und Spanisch nach. Weitere Sprachen sind angekündigt, aber Deutsch fehlt.
Für Apples neuaufgelegtes KI-Assistenzsystem galt bislang striktes Englisch-Gebot: Nur wenn das ganze Betriebssystem und obendrein Siri auf Englisch eingestellt waren, ließ sich Siri AI überhaupt erst aktivieren. Mit iOS, iPadOS und macOS 27.2 hat der Hersteller die Sprachunterstützung deutlich erweitert. Jetzt funktioniert Siri AI ebenso auf Systemen, die in Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Japanisch und Koreanisch laufen. Bis Jahresende soll es außerdem in Norwegisch, Türkisch, traditionellem Chinesisch und Vietnamesisch klappen. Deutsch fehlt also auch in der zweiten Runde und folgt wohl frühestens 2027.
Siri AI führt Apple zwar weiterhin als Beta, in Version 27.2 soll der Chatbot aber kräftig dazulernen: Dazu gehört demnach die Fähigkeit, sich an frühere Unterhaltungen mit dem Nutzer zu erinnern sowie tiefergehend mit persönlichen Daten zu arbeiten. Apple verspricht unter anderem Verbesserungen bei der KI-Auswertung des Browser-Verlaufs. Überdies sollen jetzt auch per iMessage ausgetauschte Fotos, Termineinladungen und Voicemails von dem KI-System berücksichtigt werden.
In den EU-Mitgliedstaaten bleibt Siri AI auf iPhones, iPads und Apple Watches unverändert blockiert. Unklar ist, wann und wie Apple sein KI-System für die Regeln des Gesetzes über digitale Märkte (Digital Markets Act, DMA) anpassen kann. Es fordert von Gatekeepern wie Apple, Wettbewerbern ähnlich tiefgehenden Zugang zum Betriebssystem zu geben wie hauseigenen Funktionen.
Um anderen KI-Assistenten die gleichen Fähigkeiten wie Siri AI zu erlauben, steht ein „Trusted System Agent“ im Raum. Diese „Agent-zu-Agent-Schnittstelle zur Durchführung autorisierter Vorgänge“ könne als Vermittlerschicht in iOS fungieren, so Apple. Wie weit der Hersteller dieses Projekt schon umgesetzt hat und was die EU-Kommission davon hält, bleibt offen. Apple betonte jüngst, das Unternehmen arbeite „konstruktiv mit der EU zusammen, um einen gemeinsamen Weg nach vorn zu finden“.
Abgesehen von der EU-Sperre ist die fehlende Unterstützung von Deutsch ein Ärgernis für Mac-Nutzer. In macOS ist Siri AI nämlich verfügbar, sobald das Betriebssystem in Englisch oder einer der anderen nun unterstützten Sprachen betrieben wird. Texteingaben auf Deutsch versteht Siri AI längst und beantwortet diese auch ohne die Sprache zu wechseln. Weicht aber die für das Betriebssystem gewählte Sprache von der für Siri festgesetzten Sprache ab, verweigert Apple Intelligence generell den Dienst.
Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen.
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden.
Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (heise Preisvergleich) übermittelt werden.
Mehr dazu in unserer
Datenschutzerklärung.
Mac & i informiert Sie im täglichen Newsletter über alles Wichtige rund um Mac, iPhone und Apple Watch.
Ausführliche Informationen zum Versandverfahren und zu Ihren
Widerrufsmöglichkeiten erhalten Sie in unserer
Datenschutzerklärung.