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Tarifverhandlungen: IG Metall lehnt Angebot ab - Warnstreiks drohen
Die Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie haben in der laufenden Tarifrunde ein erstes Angebot vorgelegt. Die IG Metall weist es als unzureichend zurück. Ab Sonntag sind Warnstreiks möglich.
Bei den regionalen Tarifverhandlungen für die gut 3,7 Millionen Beschäftigten der deutschen Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall ein erstes Angebot der Arbeitgeber abgelehnt.
"Dieses Angebot setzt zu spät ein, ist zu niedrig, die Laufzeit ist zu lang und es steckt wenig Zukunft drin. Es bleibt deutlich hinter den Erwartungen und Bedürfnissen der Beschäftigten zurück", erklärte der NRW-Bezirksleiter Knut Giesler. Man weise es "entschieden" zurück.
FAQ
07.10.2026
Der Metall- und Elektroindustrie steht eine spannungsreiche Tarifrunde bevor.
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Nach Ansicht der IG Metall gleicht das Angebot nicht einmal ansatzweise die aktuelle Preissteigerung aus. Statt die Kaufkraft der Beschäftigten zu stärken, würde es zu weiteren Reallohnverlusten führen, so der Vorwurf.
"Das Arbeitgeberangebot ist faktisch eine Minus-Runde und schwächt die wirtschaftliche Entwicklung zusätzlich", so Giesler. Die Konjunktur könne nur über den Konsum belebt werden.
Die Reallöhne sind erneut gestiegen. Doch höhere Inflation könnte die Entwicklung gefährden.
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Damit zeichnen sich nach zwei Verhandlungsrunden Warnstreiks ab, die nach dem Ende der Friedenspflicht bereits ab diesem Sonntag (1. November) möglich sind. In Nordrhein-Westfalen soll darüber am Samstag die Tarifkommission entscheiden.
Ohne Annäherung gingen die Tarifparteien auch in Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg auseinander. "Die Arbeitgeber haben sich bewegt, allerdings in Trippelschritten", sagte Niedersachsens Bezirksleiter Thorsten Gröger. "Ab dem 1. November sind Warnstreiks unausweichlich", erklärte die IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.