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Für KI: Meta ist Hauptkunde für AMD Epyc Venice
Meta und AMD sowie Meta und Nvidia bauen ihre Partnerschaft für KI-Server aus. Meta wird zahlreiche weitere Server mit den CPUs von AMD und Nvidia ausstatten. Schon jetzt hat Meta laut AMD Millionen Epyc-Prozessoren verschiedener Generationen im Einsatz und ist Hauptkunde für die sechste Epyc-Generation „Venice“.
Zudem sollen erste Helios-Rack-Systeme bei Meta ausgerollt werden und die Unternehmen wollen auch bei künftigen Instinct-GPUs und Rack-Systemen zusammenarbeiten. Von Nvidia will Meta zusätzliche Vera-Rubin-Server sowie Rack-Systeme mit Vera-CPUs einsetzen. Nvidia will außerdem 3 Milliarden US-Dollar in ein Aktienangebot von Meta investieren. Die Systeme beider Hersteller sollen die KI-Modelle der Muse-AI-Agenten unterstützen.
Neben dem Einsatz der Epyc-Prozessoren „Venice“ auf Basis der Zen-6-Architektur arbeitet Meta mit AMD auch an der künftigen Prozessorfamilie Verano, die für agentische KI-Workloads vorgesehen ist.
AMD-Instinct-GPUs setzt Meta bereits für Training sowie Ranking- und Empfehlungssysteme ein. Meta ist ein früher Entwicklungskunde für die Instinct-MI450-Serie und will eine speziell für die eigenen Workloads optimierte GPU einsetzen. Die Partnerschaft soll sich auch auf künftige Plattformen wie Instinct MI500 erstrecken. AMD bietet zudem Day-0-Unterstützung für das LLM Muse Spark Open auf Instinct-GPUs sowie für Muse Glimmer auf Ryzen-AI-PCs und Radeon-GPUs.
Auch die Zusammenarbeit bei der Software wird und wurde ausgeweitet. AMD und Meta optimieren demnach das KI-Training auf MI350X-GPUs und arbeiten an Verbesserungen für PyTorch, Triton und ROCm. Ein Paper von Meta beschreibt den Einsatz von MI350X für das Training im Vergleich mit Nvidia B200. Statt Modelle unverändert von Nvidia-Hardware zu übertragen, passte Meta unter anderem Modelle und Software an die jeweiligen GPU-Beschleuniger an. Zusammen mit weiteren Optimierungen stieg der Trainingsdurchsatz gegenüber einer direkten Portierung um bis zu 50 Prozent.
Aber auch Nvidia hat angekündigt, spezielle Optimierungen für Meta vorzunehmen, um beispielsweise die Leistung pro Watt zu steigern. Zu dem nun angekündigten Ausbau gehören neben Vera-Rubin-Servern auch Rack-Scale-Systeme ausschließlich mit Vera-CPUs, die speziell für agentische KI-Workloads gedacht sind. Meta will außerdem Nvidias Spectrum-X-Netzwerk und BlueField-4 einsetzen, was den Durchsatz und die Effizienz im Netzwerk erhöhen soll.
Über den Ausbau der Infrastruktur hinaus prüfen Meta und Nvidia zusätzliche gemeinsame Projekte, so die Unternehmen. Dazu zählt auch Nvidias OpenShell-Referenzarchitektur mit Nvidia Sentry, die einen sicheren Einsatz von KI-Agenten und deren Überwachung gewährleisten soll.
Meta nutzt für seine AI-Infrastruktur ein heterogenes Geflecht aus Nvidia- und AMD-CPUs und -GPUs sowie eigenen MTIA-Beschleunigern. Das soll die Kosten senken und die Abhängigkeit von einzelnen Herstellern reduzieren. Allerdings erschweren vor allem auf Nvidia zugeschnittene Optimierungen die Übertragung auf andere Systeme.