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Neue Alexa-Speaker: Echo Time hört beim Schlafen zu, Studio 3 guckt per Kamera
Amazon zeigte in New York Speaker mit skurrilen Sensortricks und neue Bedientalente von Alexa. heise online hat einen exklusiven Ersteindruck erhalten.
Manchmal möchte man einen Wecker vor Wut am liebsten an die Wand werfen. Damit das niemand mit Amazons Nachttisch-Speaker Echo Time macht, analysiert er Atemmuster und weckt Schlafende möglichst sanft.
Amazon hat in New York fünf Geräte mit Alexa vorgestellt, die mit teils neuartigen Bedienansätzen den Einsatz des KI-Chatbots nützlicher gestalten sollen. Die dritte Auflage des Lautsprechers Studio hilft Alexa per eingebauter Kamera, etwa die richtige Musik zu spielen. Der Nachttisch-Speaker Echo Time nutzt KI, um Schlafende sanfter zu wecken. Der sechste Echo Dot soll mit stärkerem Chip Denkpausen von Alexa+ verkürzen. Das Trio gibt es ab dem heutigen Mittwoch in Deutschland. Vorerst nur für US-Kundschaft vorgesehen sind Amazons erster digitaler Bilderrahmen mit automatischer Bildauswahl und das Smart Display Echo Show 16, dessen großer Bildschirm viel Fläche für eine generalüberholte und per KI personalisierte Bedienoberfläche bietet.
Ein Blick auf sie ist dennoch auch für deutsche Alexa-Kundschaft interessant, nicht zuletzt, um abzuschätzen, ob es sich weiterhin lohnt, Amazons nicht immer verlässliche KI die Treue zu halten, wenn Alternativen wie ChatGPT ins Smart Home streben. Heise online erhielt als einziges deutsches Medium in New York einen Ersteindruck von den Neuheiten und einen Ausblick auf die Zukunft von Alexa und Echo im Gespräch mit Amazons deutschem Chefdesigner Ralf Groene.
Alexa gar nicht erst immer anquatschen zu müssen, scheint einer der neuen Ansätze Amazons zu sein. Die dritte Version des Lautsprechers Echo Studio bekommt außer Mikrofon-Ohren für den Chatbot zusätzlich ein Auge: Eine Kamera mit 13 Megapixeln erfasst die Umgebung, was verschiedene Vorteile bringen soll. Amazons Hardware-Chef Panos Panay erklärte in New York, dass die Optik erkenne, wer vor ihr stehe, und Alexa dann auf Kommando die passende Lieblingsmusik und nicht die eines anderen Familienmitglieds spiele. Das Konzept namens Visual ID gibt es in Smart Displays von Amazon schon länger, es funktionierte in Tests nicht immer zuverlässig. Darüber hinaus soll Alexa+ Gegenstände vor der Kamera erkennen und Fragen dazu beantworten können.
Weniger futuristisch, aber ebenfalls nützlich ist der Einsatzzweck als Webcam. In New York nutzte Panay sie für einen Videoanruf bei seinen Eltern. Als Bildschirm diente ein Fire-TV-Fernseher. Bei einem Smart TV anderer Marke könne etwa ein Fire-TV-Stick die Rolle der Vermittlungsstelle übernehmen. Einen Starttermin für die Videotelefonie nennt Amazon noch nicht. Schon vorgesehen ist der Blick ins eigene Wohnzimmer von unterwegs über die Alexa-App.
Der Echo Studio 3 als Webcam: Um die Kamerafeatures zu demonstrieren, rief Panos Panay seine Eltern an. Die Lautsprecher-Kamera übertrug das Bild auf einen Fire TV, der zudem die Angerufenen einblendete.
Der Echo Studio mit Home-Kamera kostet 260 Euro. Ein optionaler Standfuß für 50 Euro bietet eine höhere Kameraposition. Wer keine Linse im Lautsprecher will, greift zum weiterhin erhältlichen Vorgänger Studio 2.
Der für den Nachttisch vorgesehene Echo Time knüpft an den Echo Spot 2 an und erweitert diesen um ein wichtiges Talent. Per Ultraschall erfasst Echo Time, wie Schlafende atmen und soll daraus Phasen leichten Schlafs ableiten. Das Ziel: ein Weckruf, wenn man ohnehin fast schon wach ist und nicht aus einem tiefen Traum gerissen wird. Statt stur zur eingestellten Uhrzeit loszulegen, soll der Wecker in einem wählbaren Fenster von 10 bis 60 Minuten vorher einen günstigeren Moment erwischen.
Demgegenüber erkannte der Spot 2 per Ultraschall nur Bewegungen und nutzte dies auf Wunsch als Trigger, um das Licht einzuschalten. Anders als beim Spot 2 ist die runde Front vollflächig durch ein 3,2 Zoll großes Display bedeckt, das sich mit individuellen Ziffernblättern anpassen lässt. Bei einer kurzen Kennenlernrunde