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MacBook Pro mit OLED und Touch: Apple wagt größten Display-Umbau seit Jahren
Apple stattet das MacBook Pro erstmals mit einem OLED-Touchdisplay aus. Die unter dem Namen PROLED XDR vermarktete Technik verspricht bis zu 2.000 Nits Spitzenhelligkeit, ein Kontrastverhältnis von 10 Millionen zu eins und einen erweiterten Farbraum. Auch Gehäuse, Kühlung und Bedienung wurden für die Notebooks überarbeitet.
Mit dem neuen MacBook Pro führt Apple erstmals Touch-Bedienung auf dem Mac ein und verabschiedet sich bei seinen professionellen Notebooks von der bisherigen Displaytechnik. Das neue PROLED-XDR-Display basiert auf Tandem-OLED und soll insbesondere bei Kontrast, Helligkeit und Farbdarstellung Vorteile bieten. Apple bietet das Notebook weiterhin mit 14,2 Zoll und 16,3 Zoll großen Bildschirmen an.
Die OLED-Technik setzt auf zwei übereinanderliegende Schichten selbstleuchtender Pixel. Dadurch kann das Display Schwarz ohne Hintergrundbeleuchtung darstellen und helle Bildbereiche gezielt hervorheben. Apple verspricht zudem eine gleichmäßige Helligkeit und Graustufendarstellung über die gesamte Fläche. Eine eigens entwickelte Displaysteuerung berücksichtigt unter anderem Bildinhalte, Pixelnutzung, Temperatur und Umgebungsbedingungen.
Das Display erreicht laut Hersteller ein Kontrastverhältnis von 10.000.000:1. Bei HDR-Inhalten sind kurzzeitig bis zu 2.000 Nits möglich. Für SDR-Inhalte gibt Apple ebenfalls eine Spitzenhelligkeit von 2.000 Nits im Außeneinsatz an. Im Vollbildbetrieb sollen dauerhaft bis zu 1.000 Nits erreicht werden. Die minimale Helligkeit liegt bei 1 Nit.
Das 14-Zoll-Modell bietet eine native Auflösung von 3.024 × 1.986 Pixeln bei 254 ppi. Beim größeren Modell sind es 3.472 × 2.266 Pixel, ebenfalls mit 254 ppi. Beide Displays unterstützen ProMotion mit variabler Bildwiederholrate zwischen 10 Hz und 120 Hz. Niedrigere Frequenzen sollen den Energiebedarf bei statischen Inhalten reduzieren, während höhere Bildraten für flüssigere Animationen und Bewegungen sorgen.
Für professionelle Anwendungen erweitert Apple den unterstützten Farbraum. Neben P3 wird nun auch Adobe RGB abgedeckt. Das ist insbesondere für Fotografen, Grafiker und die Druckvorstufe relevant. Bei HDR-Videoinhalten soll das Display mehr als 80 Prozent des noch größeren Rec.-2020-Farbraums abdecken. Die Werkskalibrierung soll sicherstellen, dass Helligkeit, Weißpunkt und Farbraum präzise auf definierte Zielwerte abgestimmt sind.
Zusätzlich stehen Referenzmodi für Fotografie, Druck, Design und digitale Kinoproduktion bereit. Neu sind auch DICOM-Modi für die Darstellung medizinischer Bilder. Apple schränkt deren Verwendung allerdings ein: Sie sind für nichtdiagnostische Betrachtungen, Forschung und Ausbildung vorgesehen.
Eine Antireflexbeschichtung gehört zur Ausstattung. Optional ist das Display mit Nanotexturglas erhältlich, dessen Oberfläche Lichtreflexionen weiter reduzieren soll. Eine fettabweisende Beschichtung soll Fingerabdrücke begrenzen.
Die wohl grundlegendste Neuerung ist die Touch-Bedienung. Anders als bei einem zusätzlichen Touchlayer sitzt der Touchsensor direkt im Displaypanel. Das soll die Latenz reduzieren und die Bedienung unmittelbarer machen. Mehrfinger-Gesten ermöglichen unter anderem das Scrollen, Vergrößern von Bildern, Verschieben von Elementen und Anordnen von Fenstern.
Apple will damit nicht nur alltägliche Aufgaben vereinfachen, sondern auch professionelle Arbeitsabläufe erweitern. Grafiker können direkt auf der Displayfläche zeichnen, Musiker virtuelle Instrumente bedienen und Entwickler Touch-Funktionen ihrer iOS- und iPadOS-Anwendungen auf dem Mac testen. Die Bedienung über Tastatur und Trackpad bleibt parallel erhalten.