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Satelliteninternet: FCC genehmigt Amazons Übernahme von Globalstar
Die US-Aufsichtsbehörde FCC hat Amazons Übernahme des Satellitenbetreibers Globalstar für 11,5 Milliarden US-Dollar genehmigt. Amazon will mit dem Zukauf seine Satelliteninfrastruktur um Amazon Leo ausbauen und direkte Verbindungen zwischen Satelliten und Mobilfunkgeräten ermöglichen.
Die FCC sieht in den sich ergänzenden Ressourcen der Unternehmen die Chance, den Markteintritt von Amazon Leo in den Bereich der „Direct-to-Device“-Dienste zu stärken. Auf diese Weise soll ein Satellitenbetreiber entstehen, der in der Lage ist, stationäre und mobile Dienste für Privatkunden, Unternehmen sowie staatliche Stellen anzubieten. Nach Einschätzung der Behörde dürfte der Zusammenschluss auch der Öffentlichkeit zugutekommen, indem er die Datenversorgung in unterversorgten Gebieten verbessert und für Konkurrenz in diesem Bereich sorgt.
Globalstar stellt unter anderem Apples Satellitenverbindung für den Notrufdienst auf kompatiblen iPhones und Apple Watches bereit. Apple hielt vor der Übernahme selbst einen Anteil von 20 Prozent an Globalstar. Im Rahmen der Vereinbarung soll nun Amazon Leo die Satellitendienste für iPhone und Apple Watch betreiben.
Amazon Leo konkurriert mit Starlink von SpaceX. Das Unternehmen teilte kürzlich mit, dass sich 400 seiner Satelliten im Orbit befinden. Dies macht es zur drittgrößten Satellitenkonstellation im Orbit. Allein im November sollen bereits weitere 76 Satelliten starten. Amazon möchte mit Leo in naher Zukunft mehr als 3.000 Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn betreiben. Selbst damit bliebe das Netz aber noch deutlich kleiner als das von SpaceX, das rund 11.000 Satelliten umfasst. Amazon arbeitet unter anderem mit Delta zusammen, um künftig auch Internetzugänge auf Flügen anbieten zu können.
Die Übernahme soll Amazon Leo Zugang zu Globalstars bestehenden Satellitenressourcen und dessen Erfahrung mit Mobilgeräten verschaffen. Ein konkreter Zeitpunkt für den Abschluss der Übernahme ist nicht bekannt.