// STADT-BREMERHAVEN — GAMING
Microsoft: Starke Cloud-Zahlen zum Start ins Geschäftsjahr 2027, Hardware und Xbox treten auf die Bremse
von Carsten Knobloch
28. Okt. 2026 |
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Microsoft hat die Geschäftszahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 vorgelegt, das die Monate Juli bis September 2026 abdeckt (ja, die geben das so an). Kurz zusammengefasst: Bei Software und Cloud brummt der Laden gewaltig, während der Bereich rund um Konsolen und klassische Hardware weiterhin zu kämpfen hat. Unterm Strich kletterte der Gesamtumsatz um 19 Prozent auf 92,3 Milliarden US-Dollar (ca. 85,5 Milliarden Euro), während der Nettogewinn sogar um 32 Prozent auf 36,6 Milliarden US-Dollar zulegte.
Dass die Kasse derart klingelt, liegt vor allem an der Softwaresparte und der Cloud-Infrastruktur. Microsoft fasst das Geschäft seit diesem Quartal in zwei großen Segmenten zusammen. Bei den Plattform- und Unternehmensdiensten läuft es rund: Der Umsatz mit der Microsoft Cloud sprang um 30 Prozent auf 63,9 Milliarden US-Dollar nach oben. Azure legte im Vergleich zum Vorjahresquartal sogar um 48 Prozent zu. Auch die Produktivitäts-Software rund um Microsoft 365, Teams und die Server-Dienste spült weiterhin verlässlich Geld in die Kassen.
Auf der anderen Seite steht die Sparte Devices and Consumer, in der Microsoft unter anderem Windows, Suchwerbung sowie die Xbox-Aktivitäten bündelt. Hier ging der Umsatz um 3 Prozent auf 15,5 Milliarden US-Dollar zurück. Vor allem das klassische Hardware-Geschäft zeigt Schwächen. Der Absatz von Xbox-Konsolen leidet weiter unter der allgemeinen Kaufzurückhaltung und den gestiegenen Preisen für die Hardware. Ist ja eigentlich ein Dauerthema bei Team Xbox.
Bei Microsoft verschiebt sich der Gaming-Schwerpunkt ohnehin seit geraumer Zeit weg von der reinen Konsole unter dem Fernseher hin zu Software, Inhalten und dem Game Pass. Satya Nadella hatte bereits angekündigt, die Gaming-Sparte im laufenden Geschäftsjahr wieder auf Wachstumskurs bringen zu wollen. Zwar fallen Verkäufe neuer Spiele wie Gears of War: E-Day erst in das Folgequartal, die Marschrichtung ist aber klar: Microsoft setzt darauf, Spieler über Abonnements und Cloud-Gaming auf möglichst vielen Plattformen zu erreichen, statt sich allein auf verkaufte Konsolen zu verlassen. Bald vertickt man gat stundenweise Cloud-Gaming.
Trotz der Dämpfer bei Consumer-Hardware und Xbox-Geräten zeigt das Quartal einmal mehr, wo Microsofts eigentliche Stärke liegt. Software-Lizenzen und Cloud-Kapazitäten tragen das Gesamtergebnis locker über die Ziellinie. Da wird man auf kurz oder lang noch mehr Geld aus den Leuten pressen. Ob die Gaming-Sparte mit dem anstehenden Weihnachtsgeschäft und neuen Spieleveröffentlichungen wieder zulegen kann, werden die kommenden Monate zeigen.
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