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Donnerstag: Abgas-Skandal mit längerer Verjährung, MacBooks auch mit Touchscreen
Dieselskandal-Verjährungsfrist in Österreich + Apples neue High-End-MacBooks + Microsoft-Wachstum dank KI-Cloud + Google-KI als Exploit-Experte + #heiseshow
Der VW-Konzern lehnt die Entschädigung von Opfern des Dieselbetrugs gerne mit Verweis auf Verjährung ab. In Österreich geht das jetzt nicht mehr. Denn der Oberste Gerichtshof des Landes (OGH) hat die Verjährungsfrist von 30 Jahren für solche Fälle jetzt rechtskräftig bestätigt, sodass weiter geklagt werden kann. Derweil haben Touchscreen, Tandem-OLED und Dynamic Island ihr großes MacBook-Pro-Debüt gegeben. Apple sortiert die neuen Notebooks preislich ganz oben ein, obwohl sich an diesen MacBook-Pro-Modellen neben dem Bildschirm kaum etwas geändert hat gegenüber dem Vorjahr. Deutlich höher als im Vorjahr sind Umsatz und Gewinne Microsofts, die dank Cloud und KI stärker als erwartet gestiegen sind. Die Anleger reagieren erfreut und lassen die Aktie springen. Nur die Geschäfte mit Windows und Xbox gehen zurück, was auch auf die Flaute des PC-Markts zurückzuführen ist – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
Opfer von Abgasbetrug, die ihre Fahrzeuge in Österreich gekauft oder geleast haben, können Fahrzeughersteller nach wie vor gerichtlich zur Rechenschaft ziehen. Die Verjährungsfrist beträgt nämlich 30 Jahre, nicht bloß drei Jahre. Grund ist, dass der Schaden aus gerichtlich strafbaren Handlungen rührt, die nur vorsätzlich begangen werden können und mit einem Jahr Haft bedroht sind. Das hat der OGH jetzt per Urteil bekräftigt und weist einen Rekurs des Volkswagenkonzerns rechtskräftig zurück. Die meisten österreichischen Gerichte haben schon bisher die längere Verjährungsfrist vom 30 Jahren angewandt, einige aber nur drei Jahre zugelassen. Nun können auch jene Schadenersatz verlangen, die noch nichts erhalten haben beim Dieselskandal: Österreichische Opfer dürfen VW noch verklagen.
Lange hat Apple vehement abgewunken, jetzt gibt es sie doch: Der Hersteller hat am Mittwochabend die allerersten MacBooks mit Touchscreen präsentiert. Das „MacBook Pro mit PROLED XDR Display“ – so der komplette Name – ersetzt dabei nicht die bestehende Laptop-Modellreihe, deren Einstiegsmodell gerade mit M6-Chip aktualisiert wurde, sondern gesellt sich am oberen Ende hinzu. Äußerliche Designänderungen hat Apple im Detail versteckt, darunter ein dünnerer Displayrand. Dafür gibt es mehrere signifikante Neuerungen: Es sind die ersten Macs mit berührungsempfindlichem Bildschirm, Tandem-OLED-Technik und der vom iPhone bekannten „Dynamic Island“. Der Einstiegspreis für ein 14″-Modell der Touchscreen-MacBooks beträgt knapp 3300 Euro, das 16″ MacBook Pro mit PROLED XDR Display beginnt bei 3900 Euro: Apple MacBook Pro erstmals mit OLED-Touchscreen.
Microsoft hat seine Einnahmen im vergangenen Vierteljahr mehr als erwartet steigern können. Das hat der Konzern wie gewohnt dem Cloud-Geschäft zu verdanken, das laut Finanzchefin Amy Hood zuletzt um 30 Prozent angezogen hat, aber die Microsoft-Nutzer zahlen auch vermehrt für Künstliche Intelligenz (KI). So soll die Nutzung des KI-Assistenten Copilot in Microsoft 365 um 50 Prozent gestiegen sein. Allerdings leiden die Gaming- und Windows-Geschäfte, letzteres aufgrund des durch die Preissteigerungen bedingten Nachfrageeinbruchs im PC-Markt. Da dies durch die Cloud-Geschäfte mehr als kompensiert werden konnte und auch der Ausblick positiver ausfällt, als Marktbeobachter prognostiziert hatten, zieht der Aktienkurs etwas an: Microsoft mit erneut deutlich gesteigerten Einnahmen, Aktie macht kleinen Sprung.
Ein neues KI-Modell kommt von Google, dessen neuestes Sprachmodell Gemini 4 Carbon heißt. Es löst die bisherige Spitzenvariante Argon ab, die der Datenkonzern erst vor vier Wochen vorgestellt hat. Wie bei Argon auch ist Carbon zunächst nicht für jedermann verfügbar. Denn Google unterwirft sich dem Befehl des Weißen Hauses, neue Modelle Künstlicher Intelligenz zunächst, ganz freiwillig, nur US-Geheimdiensten und Nutzern von deren Gnaden zugänglich zu mac