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Anker SOLIX: Großes PowerOS-Update bringt KI-Energiesteuerung und Tarif-Automatik
von Carsten Knobloch
29. Okt. 2026 |
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Anker spendiert seinem Energiemanagement-System PowerOS ein umfangreiches Software-Update. Die neue Version rollt ab sofort in mehreren Etappen für die verschiedenen Solarbank-Speicher aus und soll die Steuerung der Heimspeicher intelligenter gestalten. Ziel ist vor allem, den solaren Eigenverbrauch zu optimieren und die Stromkosten durch automatisierte Abläufe zu senken.
Im Zentrum der Aktualisierung steht laut Anker die sogenannte Self-Learning Engine. Der neue Algorithmus berechnet Lade- und Entladezyklen nicht mehr isoliert, sondern kombiniert Wetter- und Solarprognosen mit den individuellen Verbrauchsgewohnheiten des Haushalts sowie den aktuellen Strompreisen. Laut Hersteller sollen Haushalte mit dynamischen Stromtarifen durch den Wechsel in den Smart-Modus bis zu 30 Prozent mehr einsparen können. Klingt nach viel, war aber in gewisser Weise ja auch vorher schon enthalten.
Passend dazu liefert Anker mit Tariff Auto-Match eine automatische Erkennung des Stromtarifmodells. Das System unterscheidet zwischen festen Preisen, zeitvariablen Tarifen (Time-of-Use) und dynamischen Börsenstrompreisen (etwa via Tibber, Amber, Kraken oder EPEX SPOT). Für Nutzer in Deutschland und den Niederlanden gibt es mit dem Negative Price Hunter zudem eine Funktion, die Phasen mit negativen Börsenstrompreisen gezielt abgreift: Der Akku lädt genau dann günstig oder kostenlos aus dem Netz, um den teuren Bezug zu Spitzenzeiten zu vermeiden.
Neu ist auch die Funktion Surplus Alert, die bereits am Vortag über erwartete Solarüberschüsse informiert und bei Überkapazitäten Echtzeit-Meldungen verschickt. So lassen sich Großverbraucher wie Waschmaschine oder Trockner gezielt starten. Bei großen PV-Anlagen greift die Solar Clipping Optimization (Full Sun Capture): Der Speicher wird vor der sonnenreichen Mittagszeit gezielt entladen, um genügend Kapazität für die Erzeugungsspitzen freizuhalten. Dadurch soll bis zu 25 Prozent mehr Sonnenstrom genutzt werden, anstatt die Module abzuregeln.
Dazu gesellt sich ein Frühwarnsystem für Unwetter und Netzprobleme (Proactive Risk Alert), das den Akku vorab vollzieht, sofern die Hardware eine Notstrom-Funktion unterstützt. Eine KI-gestützte Fehlerdiagnose (Device Risk Alert) überwacht zudem Ladeeffizienz sowie Akkuzustand und hilft bei Problemen mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen.
Im Dezember 2026 folgt eine zweite Update-Welle. Diese bringt Intent-Aware Energy Management: Nutzer müssen keine Ladezustände oder Peak-Shaving-Werte mehr manuell konfigurieren, sondern können dem System in Alltagssprache mitteilen, wenn Besuch kommt, das Homeoffice ansteht oder ein Urlaub geplant ist. Das System schlägt eine passende Strategie vor, die man vor der Umsetzung kurz bestätigt. Ebenfalls für Dezember geplant ist der Proactive Daily Energy Report, der eine kompakte Zusammenfassung der Ersparnisse und Erträge liefert.
Die Neuerungen starten ab Oktober und werden schrittweise bis Dezember 2026 verteilt. Während Basisfunktionen wie Warnmeldungen für alle zehn Modelle (von der ersten Solarbank E1600 über die Solarbank 2-Serie bis zur Solarbank 4 Pro und XE) kommen, bleiben die komplexen KI-Algorithmen und Tarifautomatiken den neueren Modellen (Solarbank 3 Pro, 4 Pro, Max-Serie sowie XE) vorbehalten.
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