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Canonical nimmt Entwicklung von Ubuntu Core Desktop wieder auf
Canonical hat die zuletzt stagnierende Entwicklung von Ubuntu Core Desktop wieder aufgenommen.
Canonical hat die zuletzt stagnierende Entwicklung von Ubuntu Core Desktop wieder aufgenommen. Ein eigenes, fachübergreifendes Team soll die Linux-Distribution zunächst für drei Einsatzbereiche weiterentwickeln: Web-Anwendungen, Softwareentwicklung und Spiele.
Wie Jon Seager, Technischer Leiter und Softwareentwickler bei Canonical in einem Beitrag auf Discourse berichtet, baut Ubuntu Core auf ein immutable Systemkonzept, bei dem sämtliche Komponenten einschließlich Kernel, Bootloader, Desktop und Anwendungen als Snap-Pakete bereitstehen. Das soll die Stabilität erhöhen, Wiederherstellungen erleichtern und den Zugriff von Anwendungen auf persönliche Daten begrenzen. Eine erste Entwicklervorschau hatte Canonical 2023 vorgestellt, damals jedoch noch große Teile des Desktops in einem einzigen Basispaket gebündelt, anschließend war das Projekt eingeschlafen.
Für Arbeitsplätze mit Schwerpunkt auf Web-Anwendungen plant Canonical den Einsatz von Firefox und Chromium. Entwickler sollen mit isolierten Arbeitsumgebungen auf Basis von LXD und Canonicals Entwicklungswerkzeug Workshop arbeiten können. Dadurch lassen sich Projekte und Werkzeuge vom eigentlichen Betriebssystem trennen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Spielecomputern. Canonical will die Steam-Anwendung und Grafikkomponenten modular integrieren, damit sich Treiber und Bibliotheken unabhängig aktualisieren lassen, ohne das Basissystem zu gefährden. Auch alternative Bedienkonzepte für Gaming-Geräte stehen zur Diskussion.
Eine zentrale Herausforderung bleibt die Verfügbarkeit kompatibler Anwendungen. Ubuntu Core verlangt streng abgeschottete Snap-Pakete. Laut Canonical umfasst der Snap Store bereits mehr als 11.000 Pakete, von denen die meisten mit Ubuntu Core kompatibel sind. Anwendungen, die uneingeschränkten Systemzugriff voraussetzen, benötigen dagegen Anpassungen.
Canonical will Saeger zufolge Ubuntu Core langfristig als Standard für Linux-Anwendungen und Arbeitsabläufe etablieren. Das Unternehmen sieht Ubuntu Core als mögliche Grundlage für künftige Ubuntu-Systeme auf Desktop-Rechnern, in Rechenzentren und auf Edge-Geräten. Bis dahin seien jedoch noch zahlreiche technische Herausforderungen zu lösen, berichtet Saeger.
Die US-amerikanische Cybersicherheitsbehörde CISA hat zwei weitere Sicherheitslücken in ihren Katalog bekanntermaßen ausgenutzter Schwachstellen (Known Exploited Vulnerabilities, KEV) aufgenommen. Eine davon steckt im Linux-Kernel.
Fedora unterstützt den Raspberry Pi 5 seit Version 44 zumindest mit einer grundlegenden Ausstattung. Das berichtet der Fedora-Release-Manager Peter Robinson in seinem Blog.
Artificial Analysis hat seine vielzitierte Benchmark-Suite entscheidend überarbeitet und damit die Rangfolge der Modelle teilweise auf den Kopf gestellt.