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Telekom legt Fusionspläne mit US-Tochter auf Eis
Die Telekom hat sich einem Medienbericht zufolge vorerst gegen eine Fusion mit der US-Tochter T-Mobile entschieden. Endgültig soll das nicht sein.
Die US-Tochter der Telekom bleibt vorerst eigenständig.
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Mutmaßliche Pläne der Deutschen Telekom für eine Mega-Fusion mit der US-Tochter T-Mobile sind offenbar vorerst vom Tisch. Nach erheblichem internen Widerstand habe sich die Telekom zunächst gegen ein offizielles Übernahmeangebot entschieden, berichtet der Finanznachrichtendienst Bloomberg unter Bezug auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Die Entscheidung gegen die Fusion sei teilweise aufgrund des Widerstands aus dem Betriebsrat der Telekom gefallen, heißt es weiter. Auch der kürzlich bei der Telekom eingestiegene Hedgefonds Elliott Investment Management habe sich gegen die Übernahmepläne ausgesprochen.
Ganz vom Tisch sind die Pläne aber offenbar nicht. Es sei denkbar, dass sich die Telekom in Zukunft für einen Versuch entscheide, berichtet Bloomberg weiter. Ein Telekom-Sprecher wollte den Bericht unter Verweis auf „Spekulationen am Kapitalmarkt“ nicht kommentieren.
Arbeitnehmervertreter besetzen die Hälfte der Sitze im Aufsichtsrat der Telekom. Der Konzernbetriebsrat hat auf eine Anfrage dazu am Donnerstag nicht reagiert. Auch die Gewerkschaft ver.di, deren Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz-Dethlefsen das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats bekleidet, hat sich auf Anfrage nicht geäußert.
Bloomberg und das Handelsblatt haben im April berichtet, die Führungsspitze der Telekom spiele verschiedene Szenarien für eine Verschmelzung mit T-Mobile US durch. Durch eine Fusion der beiden Unternehmen würde der größte Telekommunikationskonzern der Welt entstehen. Bisher hält die Telekom etwas mehr als die Hälfte der Anteile T-Mobiles.
Die US-Tochter floriert unterdessen weiter. Im dritten Quartal wuchs der Umsatz um sieben Prozent auf 23,6 Milliarden US-Dollar, wie T-Mobile US am späten Mittwochabend mitteilte. Zugleich stieg der Gewinn im Jahresvergleich um 27 Prozent auf 3,5 Milliarden US-Dollar. Im Berichtszeitraum konnte T-Mobile 274.000 Kundenverträge hinzugewinnen und lag damit deutlich über den Erwartungen.
Dennoch hat der Aktienkurs von T-Mobile US in den vergangenen Monaten stark nachgegeben. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie 27 Prozent im Minus und notierte am Donnerstag bei knapp 150 US-Dollar. Grund sind Befürchtungen der Finanzmärkte wegen der Mobilfunkpläne von SpaceX sowie abgeschwächter Wachstumsaussichten. Die Deutsche Telekom wird die Ergebnisse ihres dritten Quartals am 5. November bekanntgeben.