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Patrick Stewart ist tot
Der britische Schauspieler Patrick Stewart ist tot. Er verkörperte ikonische Rollen wie Captain Jean-Luc Picard in »Star Trek« und Professor X in »X-Men«. Er starb im Alter von 86 nach kurzer Krankheit in seinem Zuhause im kalifornischen Los Angeles, wie seine langjährige Sprecherin Kelly Bush Novak mitteilte. Stewart litt an einer Alzheimer-Erkrankung sowie an der Lewy-Körperchen-Demenz, einer selteneren Demenzform.
»Er wurde in der warmen Umarmung von Familie und Freunden gehalten, umgeben von Live-Musik, Gebet, Tränen, Lachen und der Art von tiefer Emotion, wie nur er sie nach ein Leben langem Engagement für uns alle inspirieren konnte«, teilte seine Sprecherin mit. »Seine sonore Stimme und sein einzigartiges Talent werden für immer synonym mit unvergesslichen Darbietungen in jedem Genre sein.«
In einem Beitrag auf Instagram zu seinem Tod heißt es, anstelle von Blumen werden Spenden für Alzheimer-Organisationen erbeten.
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»Er erforschte die menschliche Existenz in all ihrer poetischen Komplexität und brachte Hoffnung nicht nur in die entferntesten Winkel des »Marvel Cinematic Universe«, sondern auch in die ikonischste letzte Grenze der Science-Fiction an Bord des Raumschiffs Enterprise«, teilte Stewarts Sprecherin in der Stellungnahme mit.
»Captain Jean-Luc Picard« und seine »Enterprise«-Crew
Obwohl er primär für seine TV-Rollen bekannt war, verbrachte der klassisch ausgebildete Theaterdarsteller den Großteil seiner Karriere auf der Bühne und nicht in der X-Mansion oder auf der »USS Enterprise«. Er meisterte das gesamte Shakespeare-Repertoire und führte auch oft eine Ein-Mann-Inszenierung von Dickens »Eine Weihnachtsgeschichte« auf. Gemeinsam mit seinem Freund Ian McKellen stand er im West End und am Broadway in Harold Pinters »No Man’s Land« sowie Samuel Becketts »Warten auf Godot« auf der Bühne.
Der gebürtige Brite trat als Teenager einer Amateurtheatergruppe bei und lernte aus Spaß Shakespeare auswendig. Er gewann ein Stipendium für die Bristol Old Vic Theatre School und startete damit eine Karriere als Charakterdarsteller. Für Rollen als romantischer Held war Stewart wegen seiner frühzeitigen Kahlköpfigkeit – seit seinem 19. Lebensjahr trug er Glatze, Haarausfall liegt in seiner Familie – nicht geeignet. Stattdessen wandte er sich vor allem klassischen Rollen zu und wurde 1966 Mitglied der Royal Shakespeare Company, der er lange Jahre treu blieb.
1987 schließlich wurde er für die Rolle des Raumschiff-Kommandeurs Jean-Luc Picard in »Star Trek: The Next Genereation« gecastet. Dank Stewarts volltönender Baritonstimme und seiner Ausstrahlung lief die »Star Trek«-Reihe sieben Jahre lang, umfasste 178 Folgen und brachte vier Kinofilme hervor. Er war bekannt für seinen Spruch »Make it so.«
In seinen 2023 veröffentlichten Memoiren »Making It So« schrieb Stewart über seine Liebe zu Shakespeare: »Die Bühne erwies sich als sicherer Ort, als Zuflucht vor dem wirklichen Leben, an dem ich in die Rolle einer anderen Person schlüpfen und an einem anderen Ort und in einer anderen Zeit leben konnte.«