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Notbremsassistenten versagen bei Tesla und Co.: ADAC bemängelt gefährliche Lücken
von André Westphal
30. Okt. 2026 |
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Der ADAC hat sich in einer Untersuchung die Notbremsassistenten verschiedener Fahrzeuge genauer angesehen. In der Studie wurden der Mercedes CLA, Tesla Model Y, BYD Seal, Hyundai Tucson, Dacia Duster und Opel Astra untersucht. Dabei haben sich eklatante Lücken bei der Erkennung gezeigt, die alle Modelle betreffen. Die gute Nachricht: Aus Sicht des ADACs sollten in vielen Fällen via Software-Update Nachbesserungen möglich sein.
Was hat man getestet? Nun, der ADAC wollte anhand der sechs Fahrzeuge exemplarisch untersuchen, wie gut Notbremsassistenten Fußgänger mit Warnwesten oder reflektierender Kleidung erkennen können. Das ist keine gesetzlich vorgeschriebene Funktion, aber eben in vielen Autos ein Merkmal, das die Hersteller auch selbst als Mehrwert bei der Fahrsicherheit bewerben. Zudem handelt es sich um ein relevantes Szenario im Straßenverkehr.
Man prüfte da verschiedene Szenarien. Wie verhalten sich die Systeme etwa bei einem Fußgänger- oder einem Kinderdummy mit bzw. ohne Warnbekleidung bei Dunkelheit? Für jedes Auto hat man dabei verschiedene Geschwindigkeiten untersucht. Im einfachsten Fall, bei dem ein erwachsener Dummy, bekleidet mit einer handelsüblichen Warnweste, auf die Straße gestellt wurde, erkannten alle getesteten Fahrzeuge korrekt das Problem und vermieden eine Kollision.
Anders sah es dann aber sofort aus, wenn genormte Arbeitsbekleidung verwendet wurde, wie sie z. B. Bauarbeiter, Rettungsdienste, die Polizei oder die Straßenwacht einsetzen. Fast alle Fahrzeuge erkannten die Fußgänger jetzt viel zu spät und konnten nicht mehr rechtzeitig bremsen. Ähnliche Probleme gab es mit Kindern. Zwar erkannten fast alle Autos ein Kind mit dunkler Kleidung korrekt, aber ausgerechnet nicht mit reflektierender Kleidung und Schulranzen. Da versagte nahezu jedes System.
Laut ADAC sollten die Hersteller demnach schnell nachbessern. Die fehlerhafte Klassifizierung der Personen bzw. Situationen scheine weniger an Problemen mit der Hardware und mehr mit der Software zu scheitern. Positiv fiel dabei der Mercedes CLA auf. Als einziges Modell konnte dieses ein Kind mit reflektierender Kleidung, das hinter einem parkenden Auto auf die Straße lief, korrekt erkennen und rechtzeitig abbremsen.
Für euch als Autofahrer zeigen die Ergebnisse auf, dass solche Assistenzsysteme zwar eine Unterstützung darstellen können, aber nicht die volle Aufmerksamkeit im Straßenverkehr ersetzen. Am Ende tragt ihr die Verantwortung, da nützt der Notbremsassistent auch nichts. Dennoch rät der ADAC zugleich auch Fußgängern dazu, bei schlechten Sichtverhältnissen auf gut sichtbare Warnkleidung zu achten. Sieht vielleicht nicht so modisch aus, kann aber im Zweifelsfall eure Unversehrtheit garantieren.
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