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Proteste gegen Meloni: Ausschreitungen in Italien befürchtet
Hohe Lebenshaltungskosten, steigende Rüstungsausgaben, zu wenig Investition in Bildung: In Italien sind Zehntausende Menschen gegen die Politik der Meloni-Regierung auf die Straße gegangen - begleitet von einem massiven Polizeiaufgebot.
Mehr als 100.000 Menschen haben in Italien gegen die Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni protestiert. Die größten Kundgebungen gab es in Rom, Mailand, Neapel und Turin.
Die Demonstranten kritisierten steigende Lebenshaltungskosten, hohe Inflation, niedrige Löhne und die hohen Rüstungsausgaben der Regierung. Auf Spruchbändern waren Parolen wie "Legt die Waffen nieder, hebt die Löhne an" oder "Nein zur Kriegswirtschaft" zu lesen. Die Teilnehmer forderten zudem mehr Geld für Schulen und Universitäten.
Italiens Regierung setzt nach den Krawallen in Mailand auf Härte. Die Frage bleibt aber wer und warum protestiert hat.
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An den Protesten nahmen unter anderem Schüler, Studenten, Arbeiter, Landwirte und Rentner teil. Die Gewerkschaft USB hatte zu einem Generalstreik aufgerufen. Insgesamt fanden Kundgebungen in mehr als 50 Städten statt.
Die Gewerkschaft USB hatten außerdem zu Arbeitsniederlegung im öffentlichen Nah- und Fernverkehr, sowie dem Gesundheitswesen aufgerufen. Die Einschränkungen im Verkehrswesen blieben aber bisher minimal. Auch weil Verkehrsminister Matteo Salvini ein Streikverbot vor dem Feiertag Allerheiligen ausgerufen hat.
In Genua im Nordwesten Italiens kam es am Freitag bereits zu ersten Ausschreitungen zwischen Protestierenden und der Polizei.
Die Bilder von Plünderungen, Brandstiftung und Gewaltexzessen aus Mailand von vor zwei Wochen sind noch präsent. 20 Demonstranten und vier Polizisten wurden verletzt, über 50 Jugendliche wurden festgenommen.
Auch deshalb wurden die aktuellen Kundgebungen von einem massiven Polizeiaufgebot begleitet. In zahlreichen Städten gab es verstärkte Kontrollen und Sicherheitsmaßnahmen, um Ausschreitungen zu verhindern. Die Polizei rief für heute landesweit auf, keine Kapuzen oder Helme während der Proteste zu tragen.
Ministerpräsidentin Meloni verurteilte die Gewalt, von der vor allem Mailand betroffen war.
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