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MiniMax H3 und Co. auf dem Olares One ausprobiert: Schöne Bilder mit viel Aufwand
von Oliver Posselt
31. Okt. 2026 |
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Ich hatte euch vor kurzem ja einen ersten Eindruck vom Olares One gezeigt. Dort sprach ich bereits die verschiedenen Möglichkeiten an. Eine davon ist die lokale Videogenerierung. Das wohl bekannteste lokale Modell, was gerade im Netz aktuell ist, ist MiniMax H3. Für den Test sollte das Modell eine ältere Frau mit einen kleinen Roboter beim Frühstück in verschiedenen Stilen generieren. Die Moral: Ein Schraubglas geht mit einem Tuch einfacher auf, als mit mehr Kraft. An und für sich ein überschaubares Projekt. Gerade die einzelnen Handgriffe machten aber reichlich Arbeit und die Ergebnisse sind immer noch gemischt.
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Für den Versuch lief H3 auf dem One mit separat installiertem ComfyUI 0.42.1. Das Tool gibt es auch im Olares Market als Klick-Installation, ich habe mich aber für die Paketinstallation entschieden. Für diejenigen, die noch mal einen Reinholer brauchen: Im Rechner stecken 96 GB RAM und eine RTX 5090 Mobile mit 24 GB VRAM, keine Desktopversion der RTX 5090. Das speicherbelegende Qwen 3.8 Flash Next über Strata musste für das Videoprojekt pausieren, sonst hätte der VRAM nicht ausgereicht. Die H3-Inferenz blieb lokal, Start- und Hilfsbilder kamen allerdings aus GPTImage2. Komplett cloudfrei war die Produktion also nicht. Hätte ich das auch lokal machen wollen, dann hätte man auf Qwen Image oder FLUX zurückgreifen können. Das habe ich mir in dem Fall aber gespart.
Die Aufträge liefen mit nativen 896 × 512 Pixeln, 20 Schritten und res_multistep/simple. Gemessen wurden gemischte Produktionsläufe inklusive Looktests und verworfener Versuche, kein kontrollierter Vergleichsbenchmark oder Kaltstart.
Für gut fünf Sekunden Video waren also knapp 3:15 Minuten nötig, für zehn Sekunden knapp neun Minuten. Im Schnitt kamen 120 beziehungsweise 240 Frames zum Einsatz. Ist das schnell? Nicht langsam aber geht natürlich schneller. Als Orientierungsbeispiel: ai-muninn nennt beispielhaft 175 Sekunden für 10,125 Sekunden Video auf einer Desktop-RTX-5090, mit NVFP4, Text statt Referenzbildern, 864×480 und zehn Schritten. Die Hardware für den direkten Vergleich habe ich nicht, daher sei das an dieser Stelle mal erwähnt.
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Insgesamt stehen bei mir 108 angenommene H3-Aufträge und knapp 9 Stunden summierter Serverzeit im Protokoll. Die GPU-Auslastung lag im Mittel bei 99,16 Prozent, die Board-Leistung bei 171,24 Watt. Maximal belegt waren 23.688 MB VRAM, umgerechnet 23,13 GiB. Die 24-GB-Karte war damit also voll. Aus den vorhandenen GPU-Board-Samples ergeben sich 1,533 kWh, ohne Messlücken und Endpunkte hochzurechnen. Das ist kein Steckdosenverbrauch aber zumindest ein guter Richtwert.
Was gut funktioniert hat? Schöne Einzelbilder bekommt H3 hin. Besonders die warme 3D-Fassung punktet mit Materialien und Atmosphäre. Über eingefügte Referenzen und Startbilder lassen sich kurze Shots steuern. Am Ende kamen vier geschnittene Fassungen von "A Better Grip" mit jeweils 70 Sekunden und sieben Handlungsszenen, in 3D, Realfilm, gezeichnetem 2D und grafischem Hybrid heraus. Der Hybrid trifft den gewünschten Look allerdings nur teilweise. Sollte im Prinzip den Stil von Spider-Man: Into the Spiderverse imitieren.
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