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Amazon Alexa Tablet 11 im Test: Gut und günstig oder doch nur die Billigvariante?
von André Westphal
1. Nov. 2026 |
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Amazon verleiht seinem Tablet-Line-up einen neuen Anstrich. Man verkauft die mobilen Geräte nicht mehr unter der Fire-Marke, sondern als Alexa-Reihe. Ich konnte mir das Mittelklasse-Modell, das Amazon Alexa Tablet 11, für euch im Test anschauen. Das Gerät steht zwischen dem Einstiegsmodell Alexa Tablet 8 sowie dem Flaggschiff Alexa Tablet 12 Pro. Handelt es sich hier für viele Nutzer um den Sweet-Spot oder sitzt das Gerät vielmehr zwischen den Stühlen?
Das Alexa Tablet 11 gibt es in zwei Versionen. Beide unterscheiden sich nur im verbauten Speicherplatz, der wahlweise 64 bzw. 128 GByte beträgt. Ein Teil ist natürlich ab Werk vom System und den Standard-Apps belegt. Der große Vorteil der neuesten Generation: Amazon hat seinen Widerstand aufgegeben und setzt nun auf die Google-Dienste sowie den Play Store. Das dürfte für viele potenzielle Käufer ein echter Gamechanger sein.
Das Alexa Tablet 11 verfügt nicht über die fancy Option, ein Nanomatte-Display zu verwenden, und arbeitet mit einem deutlich (!) schwächeren Chip als das Alexa 12 Pro. Statt des MediaTek MT8793N, der dem MediaTek Dimensity 8400 extrem nahesteht, ist hier nur ein MediaTek MT8189 alias Kompanio 540 verbaut. Dieser Chip steckt sonst eher in günstigen Chromebooks. Der Performance-Abstand zum Alexa 12 Pro ist damit ziemlich groß. Spoiler: Das merkt man auch im Alltag.
Caschy hatte sich in seinem Test des Alexa Tablet 12 Pro über die Verarbeitung gefreut. Unter anderem bietet das Flaggschiff-Tablet ein Metallgehäuse. Das Alexa Tablet 11 hingegen besteht jedoch aus Plastik. Dennoch fühlt sich das schlanke Tablet aber hochwertig an. Abgespeckt wurde hier im Übrigen auch die Rear-Kamera, welche nun mit 8 statt 13 Megapixeln auskommen muss. Aber mal ernsthaft: Wer fotografiert schon groß mit seinem Tablet?
Ein wenig unschön ist natürlich, dass das Tablet am Ende immer auf seiner Kameralinse liegt, weil diese hinten heraussticht. Eine dickere Schutzhülle, welche das ausgleicht, ist also Pflicht. Ab Werk kommt im Übrigen noch das bereits veraltete Android 16 als Betriebssystem zum Einsatz. Finde ich etwas unschön, da hätte Amazon direkt mit Android 17 loslegen können, wenn man seine Tablet-Reihe schon frisch aufzieht.
Im Lieferumfang findet ihr im Übrigen auch noch ein geflochtenes USB-Kabel vor. Ein Netzteil müsst ihr selbst bereithalten. An der rechten Seite des Alexa Tablet 11 sitzt der USB-Anschluss zur Aufladung. Links findet ihr den Powerbutton mit integriertem Fingerabdruckscanner. Und an der Oberseite sitzen die beiden Lautstärketasten. Mir hat das mobile Endgerät im Übrigen in der Version mit 128 GByte Speicher (ohne Werbung) vorgelegen. Diese kostet 399,99 Euro. Mit Werbung sind es 20 Euro weniger. Alternativ gibt es die Variante mit 64 GByte Speicher für 329,99 Euro mit bzw. 349,99 Euro ohne Werbung.
Das LC-Display mit 11 Zoll Diagonale und einer Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixeln finde ich übrigens sehr gelungen, auch wenn bedauerlicherweise HDR-Unterstützung fehlt. Klar, ein OLED-Screen wäre zu bevorzugen, in dieser Preisklasse aber wohl zu viel verlangt. So sieht man bei jedem Systemstart erst einmal das sehr präsente Blooming um das weiße Amazon-Logo auf schwarzem Untergrund. Dennoch gefällt mir der Bildschirm mit seinen recht kräftigen Farben und für den Alltag ausreichender Helligkeit.
Ich habe das Amazon Alexa Tablet 11 auch durch einige Benchmarks geschickt, die Ergebnisse findet ihr unten in den Screenshots. Die Tests haben sich teilweise (Geekbench 7) sehr lange hingezogen. Im Falle von Geekbench 7 stürzte das GPU-Benchmark sogar stets ab, weswegen ich keine Ergebnisse vorzeigen kann. So merkt man, dass der verbaute Chip von MediaTek nicht der schnellste ist. Dieser steckt übrigens auch im kleineren Alexa Tablet 8. Gern würde ich jetzt schreiben, "reicht aber dicke für den Multimedia-Alltag", kann das jedoch nicht unbesehen.