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Ukraine: Feuerpause in Oleschky ausgelaufen
Die Feuerpause in Oleschky ist vorbei. Vor ihrem Ende nutzte das ukrainische Militär noch die Gelegenheit, weitere Menschen aus der Region in Sicherheit zu bringen. Unterdessen melden Ukraine und Russland Cyberattacken auf ihre Warn-Apps.
Nach sechs Tagen ist die Feuerpause in der russisch besetzten ukrainischen Frontstadt Oleschky zu Ende. Noch kurz vor Auslaufen der Frist nutzte das ukrainische Militär die Lage, um 167 Menschen aus bedrohten Gebieten der südlichen Region Cherson in Sicherheit zu bringen. Unter den Evakuierten seien 22 Kinder und 21 Menschen mit eingeschränkter Mobilität, teilte der ukrainische Generalstab mit.
Wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf einen ukrainischen Regierungsvertreter berichtete, hatte das Außenministerium in Kiew Russland eine Verlängerung der Feuerpause vorgeschlagen. Dies soll von Moskau aber abgelehnt worden sein. "Die Russen wollen nicht", zitierte AFP den ukrainischen Regierungsvertreter.
Die lokale Feuerpause, die am Dienstag begann und von beiden Kriegsparteien eingehalten wurde, war nach Vermittlungsbemühungen von US-First Lady Melania Trump und unter Beteiligung von Papst Leo zustande gekommen. Es handelte sich um die längste lokale Unterbrechung der Kämpfe seit Beginn der russischen Großinvasion im Februar 2022. Bereits am Samstag waren Bewohner aus Oleschky - je nach Wunsch - in die Ukraine und nach Russland gebracht worden.
Mit 25 Bussen wurden Menschen aus Oleschky gebracht. Ein Teil von ihnen ist auf dem Weg in die Ukraine.
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Unterdessen meldeten ukrainische Behörden einen Cyberangriff auf die staatliche Notfall-App, die zum Beispiel Warnungen vor Luftangriffen auf Smartphones versendet. Die Anwendung habe für Kiew und andere Gebiete fälschlicherweise Warnungen vor einem nuklearen und chemischen Angriff sowie die Gefahr von Straßenkämpfen angezeigt. Die App "Air Alert" sei möglicherweise vom Feind kompromittiert worden, teilte die ukrainische Luftwaffe auf Telegram mit. Es bestehe keine Gefahr durch Strahlung. Die fehlerhaften Anzeigen verschwanden kurze Zeit später wieder. Die App sei vorübergehend außer Betrieb, teilte das ukrainische Ministerium für digitale Transformation mit.
Gleichzeitig meldete auch das russische Katastrophenschutzministerium eine ähnliche Cyberattacke auf die eigene Warnapp. Darüber seien falsche Informationen verschickt worden, hieß es in seiner Mitteilung.
Dieses Thema im Programm: NDR Info | Nachrichten | 02.11.2026 | 01:30 UhrDas Erste | Tagesschau in 100 Sekunden | 02.11.2026 | 01:48 Uhr