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Projekt Suncatcher: Google erhält erste Antwort aus dem All
Googles KI-Modell Gemma 4 hat nach Angaben des Unternehmens im Rahmen des Projekts Suncatcher erstmals eine Antwort direkt im Weltraum verarbeitet. Die TPUs (Tensor Processing Units) an Bord des Satelliten, der Anfang Oktober ins All gestartet war, sind demnach erfolgreich in Betrieb genommen worden.
Für einen der ersten Tests übermittelte Google dem Modell die Aufgabe, ein Haiku über das Erleben im Weltraum zu verfassen. Gemma 4 antwortete auf Englisch:
“Blue marble below
Data streams in silent grace
Starlight feeds my core. ✨“
„Blauer Planet dort unten
Datenströme in stiller Anmut
Sternenlicht nährt meinen Kern.“
Das Team forderte außerdem Telemetriedaten an und ließ weitere Gedichte, sogenannte Limericks, mit Weltraumbezug erstellen. Die Tests sollen zeigen, dass die Hardware reale Befehle auch im Orbit problemlos verarbeiten und autark betrieben werden kann.
Die Mission folgt auf Googles Ankündigung eines orbitalen KI-Rechenzentrums. Das Unternehmen testet KI-Chips im All, um langfristig zu untersuchen, ob sich ein Teil der Rechenzentrumsinfrastruktur außerhalb der Erde betreiben lässt. Dabei kommen die von Google selbst entwickelten TPUs zum Einsatz, die für KI optimiert sind. Sie ermöglichen es, Sprachmodelle direkt an Bord auszuführen, ohne für die Verarbeitung auf Server am Boden angewiesen zu sein.
In den nächsten Missionsphasen soll eine Reihe von Untersuchungen zeigen, wie sich die TPUs unter thermischer Belastung und bei direkter Strahlungsexposition verhalten. Beides sind kritische Bedingungen im Weltraum, da einerseits im Vakuum keine herkömmliche Wärmeabfuhr über Luft möglich ist und andererseits energiereiche Teilchen Daten im Speicher beschädigen können.
Auch SpaceX plant, im Rahmen des Starmind-Programms die KI-Berechnungen in den Weltraum zu verlagern.