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id Software: Nach Entlassung des halben Studios versichert die Führung: "Uns geht es großartig"
Während 136 Jobs gestrichen wurden und Kritik an id-Tech-Kürzungen laut wird, setzt der Doom-Entwickler auf eine enge Kooperation mit MachineGames.
Kult-Entwickler id Software (Doom, Quake) traf es besonders hart, als Xbox-CEO Asha Sharma Anfang des Jahres einen verheerenden geschäftlichen "Reset" einleitete: Berichten zufolge verloren rund 136 Mitarbeiter ihren Job.
Nach dieser Entlassungswelle stellte sich Marty Stratton, Co-Studioleiter von id Software, den Fragen von Journalisten zur aktuellen Verfassung des Teams und den Folgen der Kürzungen. "Uns geht es großartig", versicherte Stratton kürzlich im Rahmen eines Presse-Events (via IGN).
"Ich will die [Entlassungen] keineswegs kleinreden … Jeder weiß, dass etwa die Hälfte unseres Studios im Zuge dessen gehen musste", führte er weiter aus. "Wir haben uns jedoch gezielt darum bemüht, über all unsere Tätigkeitsfelder hinweg – in der Spieleentwicklung wie auch in der Technologie-Abteilung – absolut tragfähig und zukunftssicher aufgestellt zu bleiben."
Seit 2000 bei id Software, führte Marty Stratton das Studio als Executive Producer durch das gefeierte Reboot von Doom (2016) und Doom Eternal. Zusammen mit Hugo Martin bildet er die kreative Spitze des Teams.
Es ist nicht das erste Mal, dass Führungskräfte bei id Software Vorwürfen entgegentreten, das Studio sei "ausgeweidet und am Boden zerstört" worden. Hugo Martin, der andere Co-Studioleiter, betonte bereits zuvor: Die verbliebene Mannschaft habe "wieder genau die Größe aus der Zeit von Doom 2016 – und id Tech erfreut sich bester Gesundheit".
Sharmas Umbau der Xbox-Sparte wird unterm Strich 3.200 Stellen kosten, von denen viele noch abgebaut werden. Unter den Opfern der ersten Kündigungswelle im Juli befanden sich allerdings auch zahlreiche Spezialisten, die an ids hauseigener id-Tech-Engine feilten. Diese Engine treibt sämtliche Titel des Studios an und zählt zu den performantesten Technologien der gesamten Branche: Sie liefert verlässlich opulente Grafik, ohne dafür überzogene Systemanforderungen vorauszusetzen.
Nach dem Kahlschlag kursierten innerhalb und außerhalb des Studios Berichte, das Team hinter id Tech sei faktisch zerschlagen worden. Der langjährige id-Software-Programmierer Chris Hays, der seinen Posten behalten durfte, fand damals deutliche Worte: "Es ist verdammt hart, mit halber Mannschaft ein Triple-A-Spiel auf unserem gewohnten Niveau zu stemmen. Und mit hart meine ich: unmöglich." Hays beklagte zudem, dass "ganze Abteilungen" und "komplette Fachbereiche" schlicht verschwunden seien.
Stratton ging auf diese Kritik zwar nicht direkt ein, verriet jedoch, dass id Software nun "enger als je zuvor" mit MachineGames kooperiert – dem schwedischen Entwicklerstudio hinter den modernen Wolfenstein-Ablegern und Indiana Jones und der Große Kreis. "Wir haben schon immer sehr eng mit [MachineGames] zusammengearbeitet", erklärte Stratton. "Bei der Technologie-Entwicklung stehen wir nun an einem Punkt, an dem beide Teams über herausragende Talente und brillante Ingenieure verfügen. Wir befinden uns auf einem fantastischen Weg, den wir bereits vor den [Entlassungen] eingeschlagen haben."
"Wir haben das Ganze Anfang des Jahres angestoßen und freuen uns extrem darauf. Wir blicken beide sehr optimistisch auf die Projekte, die vor uns liegen."