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Astragon Development schließt: Traditionsstudio aus Düsseldorf stellt den Betrieb ein
Rund 30 Angestellte verlieren ihre Jobs: Kurz nach dem Release von Seafarer begründet Astragon das Aus mit der Fokussierung auf das Kerngeschäft.
Das deutsche Traditionsstudio Astragon Development aus Düsseldorf wird geschlossen.
Gegenüber GamesWirtschaft bestätigte die Astragon Entertainment GmbH, dass der Geschäftsbetrieb des Entwicklers "kontrolliert heruntergefahren" werde – im Zuge dessen verlieren rund 30 Angestellte ihre Jobs.
Gegründet 1990 zählte das Studio als Independent Arts zu Deutschlands ältesten Entwicklern. Nach Jahrzehnten voller Portierungen und Simulationen übernahm Publisher Astragon das Team 2023.
"Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, da wir das Team der Astragon Development GmbH und dessen unermüdliche Arbeit der letzten Jahre sehr schätzen", sagt Geschäftsführer Tim Schmitz. "Im Sinne unserer Gesamtstrategie und der langfristigen Unternehmenssicherung ist die Fokussierung auf das Kerngeschäft jedoch ein notwendiger Schritt."
Die Bekanntgabe erfolgt kurz nach der Veröffentlichung von Seafarer: The Ship Sim. Das Spiel wurde vom Bund mit mehr als 1,8 Millionen Euro gefördert und soll "bis zum Ende der Tätigkeit von Astragon Development" mit Updates versorgt werden.
Unter dem Namen Astragon Development arbeitet das Studio erst seit wenigen Jahren, nachdem es 2023 von der Astragon Entertainment GmbH übernommen wurde. Zuvor firmierte die Schmiede als Independent Arts GmbH.
Zu den im Laufe der Jahre entwickelten Spielen zählten unter anderem der 90er-Klassiker Mag!, Fishing: Barents Sea oder das erwähnte Seafarer. Ebenso unterstützte das Team etwa Kalypso bei der Portierung verschiedener Titel, darunter Tropico 6, Port Royale 4 oder Railway Empire 2.