// TAGESSCHAU AUSLAND — MONDO
Zwischenwahlen in den USA: Bleibt das Land regierbar?
Wegen der enormen Preissteigerungen durch Trumps Zölle und den Iran-Krieg könnten die Republikaner bei den Midterms abgestraft werden. Die Folge wäre ein politisches Patt. Droht den USA der Stillstand?
Mit Erfolgsmeldungen hatte Donald Trumps Sprecherin Karoline Leavitt noch im April dieses Jahres für die Wirtschaftspolitik des Präsidenten geworben: "Seit Trump im Amt ist, sind Eier, Milchprodukte, Obst und viele Grundnahrungsmittel günstiger geworden. Auch die Spritpreise sind um fast zehn Prozent gesunken." Trump habe damit sein Versprechen eingelöst, die Preise zu senken.
Doch heute, gut sechs Monate später, erleben viele Amerikaner ihren Alltag ganz anders. So wie Elissa Bassena aus Texas: "Die Wirtschaft mag brummen", sagt sie. "Aber viele normale Amerikaner wissen kaum noch, wie sie Benzin, Lebensmittel oder einen Ausflug mit der Familie bezahlen sollen."
Laut Umfragen hat US-Präsident Trump viele Menschen enttäuscht, von denen er 2024 gewählt wurde.
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Rund 250 Millionen US-Amerikaner sind bei den Midterms, den US-Zwischenwahlen, wahlberechtigt. Gewählt werden alle 435 Abgeordneten des Repräsentantenhauses, 35 der 100 Senatoren und in 36 Bundesstaaten auch die Gouverneure.
Die hohen Lebenshaltungskosten sind das bestimmende Thema bei den Kongresswahlen. Der Krieg mit Iran hat vor allem Benzin und Diesel noch einmal verteuert. Für zusätzlichen Ärger sorgen vielerorts die Stromrechnungen. Etliche Anwohner machen dafür neue Rechenzentren verantwortlich, die enorme Mengen Energie verbrauchen.
Analyse
02.11.2026
Gelingt den Demokraten auch sein Sieg im Senat? Es wird wohl auf umkämpfte Bundesstaaten ankommen.
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In Virginia wächst die Sorge, dass die Bürger nun auch noch für den Ausbau der Stromnetze bezahlen müssen. Bei einer Bürgerversammlung berichtet ein Anwohner, seine Stromrechnung solle von durchschnittlich 250 auf rund 850 Dollar im Monat steigen.
All das hat auch Konsequenzen für das Wahlverhalten. In den jüngsten landesweiten Umfragen liegen die Demokraten teilweise deutlich vor den Republikanern. Das heißt aber nicht, dass sie automatisch beide Kammern des Kongresses gewinnen. Im Repräsentantenhaus wird jeder Wahlkreis einzeln entschieden. Im Senat steht nur gut ein Drittel der Sitze überhaupt zur Wahl.