// TAGESSCHAU AUSLAND — MONDO
USA greifen offenbar iranische Ziele in Straße von Hormus an
Kurz vor den Midterms haben die USA Medienberichten zufolge wieder Iran angegriffen. Dabei soll es sich um einzelne Angriffe auf die Insel Qeschm in der Straße von Hormus handeln. Iran meldet den Abschuss einer US-Drohne.
Die USA haben laut mehrerer US-Medien Angriffe auf iranische Ziele in der Straße von Hormus geflogen. Dabei seien iranische Einheiten ins Visier genommen worden, die Boden-Luft-Raketen gegen US-Einrichtungen eingesetzt hätten, sagten Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AP und dem Wall Street Journal.
Der Axios-Reporter Barak Ravid schrieb auf X, ein Kampfflugzeug der USA habe eine Stellung der Revolutionsgarde auf der Insel Qeschm attackiert, nachdem von dort eine Rakete auf ein US-Flugzeug abgefeuert worden sei. Im iranischen Staatsfernsehen wurde von Explosionen auf der Insel berichtet.
Iranische Staatsmedien berichteten in der Nacht derweil, die Revolutionsgarden hätten südlich der Insel Qeschm zwei weitere US-Aufklärungsdrohnen mithilfe elektronischer Systeme in ihre Gewalt gebracht.
Zudem sei östlich der Straße von Hormus eine US-Drohne zerstört worden. Auch der US-Sender Fox News berichtete, die Angriffe der USA seien eine Reaktion auf den Beschuss eines Flugzeugs durch Iran.
Die Angriffe schienen begrenzt zu sein und deuteten nicht auf eine vollständige Wiederaufnahme der Kampfhandlungen hin. Sie erfolgten kurz vor den wichtigen Zwischenwahlen in den USA. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, vor den Wahlen keine Angriffe auf Iran anordnen zu wollen.
Stunden zuvor hatte Trump noch einen Rückgang der Ölpreise gefeiert und das damit begründet, dass viele der Auffassung seien, der Krieg mit Iran gehe zu Ende. Iran wolle unbedingt eine Vereinbarung, behauptete Trump. Die Ölpreise waren in Folge der US-israelischen Angriffe ab Ende Februar stark gestiegen, weil die Straße von Hormus eine der wichtigsten Öl-Handelsrouten der Welt ist.
US-Vizepräsident JD Vance hatte am Montag erklärt, er habe mit Trump über die Verhandlungen mit Iran gesprochen. "Der Präsident und ich sind beide recht zuversichtlich, was die Aussichten auf eine mögliche Verhandlungslösung angeht", sagte er. Der unpopuläre Iran-Krieg und seine Folgen für die Benzinpreise sowie andere Wirtschaftsbereiche gelten als Schwachpunkt der Republikaner im Bemühen, ihre Mehrheiten im Kongress zu verteidigen.
Vor den Vereinten Nationen gibt sich Trump zuversichtlich, die Kriege gegen Iran und in der Ukraine bald zu beenden.
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Zuletzt wurden Anfang September Angriffe durchgeführt; zudem befinden sich weiterhin Tausende US-Soldaten in den Gewässern vor Iran, um eine Seeblockade aufrechtzuerhalten, die verhindern soll, dass Tanker mit iranischem Öl den Weltmarkt erreichen. Darüber hinaus sind ein dritter Flugzeugträger sowie Tausende weitere Soldaten auf dem Weg in den Nahen Osten.