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MediaMarkt und Saturn: EU-Kommission genehmigt Übernahme durch JD.com mit Auflagen
von Carsten Knobloch
3. Nov. 2026 |
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Die EU-Kommission hat grünes Licht für die Übernahme der CECONOMY AG durch den chinesischen Handelsriesen JD.com gegeben. Ganz ohne Einschränkungen geht die Sache allerdings nicht über die Bühne. Die Genehmigung erfolgt nach der EU-Verordnung über drittstaatliche Subventionen und ist an Verpflichtungen geknüpft.
CECONOMY steckt bekanntlich hinter den beu uns bekannten Ketten MediaMarkt und Saturn. JD.com betreibt wiederum große Online-Handelsplätze in Asien und bringt massive eigene Logistik- und IT-Strukturen mit. Genau dort sah die Kommission ein Problem: JD.com hat in China von Vorzugsfinanzierungen, Steueranreizen und staatlichen Zuschüssen profitiert.
Mit den subventionierten Mitteln im Rücken hätte JD.com CECONOMY mit extrem günstiger Logistik und Technik versorgen können. Das hätte das neu formierte Unternehmen in die Lage versetzt, aggressive Preise auf dem europäischen Binnenmarkt durchzudrücken und Konkurrenten zu verdrängen.
Um das Veto der Kommission abzuwenden, haben die Beteiligten Zugeständnisse gemacht. Diese gelten für einen Zeitraum von zehn Jahren, so das EU-Papier.
- Alle konzerninternen Transaktionen und Finanzspritzen zwischen JD.com und CECONOMY müssen strikt zu realen Marktbedingungen abgewickelt werden.
- Lager- und Logistikdienste von JD.com müssen Drittanbietern und konkurrierenden Händlern zu exakt denselben Bedingungen bereitgestellt werden wie CECONOMY.
- Das Gleiche gilt für technologische Dienstleistungen von JD.com, die Konkurrenten ebenfalls diskriminierungsfrei offenstehen müssen.
Ein unabhängiger Treuhänder wird unter Aufsicht der Kommission kontrollieren, ob sich JD.com und CECONOMY an die Abmachungen halten.
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