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Brave: US-Verlage klagen wegen Web-Scraping
von Carsten Knobloch
3. Nov. 2026 |
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Die New York Times zieht erneut wegen Urheberrechtsverletzungen vor Gericht, dieses Mal gegen Brave Software. Zusammen mit weiteren US-Zeitungen wie der New York Daily News, der Chicago Tribune und dem Orlando Sentinel haben die Verleger Klage gegen den Entwickler des Browsers eingereicht, berichtet Techcrunch.
Im Kern geht es um den Suchindex von Brave, der laut Klageschrift mehr als 30 Milliarden Webseiten umfasst. Brave soll redaktionelle Artikel der Verlage systematisch und ohne Erlaubnis abgegriffen haben, teils mit Webcrawlern, die sich nicht klar zu erkennen gaben und sich daher nicht über übliche Sperren abwehren ließen.
Den Verlagen stößt dabei sauer auf, dass Brave diesen Datenbestand nicht nur für eigene Suchfunktionen wie Ask Brave nutzt, sondern den Zugriff über die Brave-API auch an andere KI-Unternehmen verkauft, darunter Anthropic, Perplexity, Mistral, xAI und Cohere. In der Klageschrift fallen passende Formulierungen: Brave agiere gleichzeitig wie ein Einbrecher, der fremde Inhalte mitgehen lässt, und wie ein Hehler, der das Material an Dritte weiterverkauft.
Das ist nicht der einzige Streitpunkt. Die Verlage nehmen auch Funktionen des Brave Browsers selbst ins Visier. Konkret werfen sie dem Unternehmen vor, Nutzern Mittel bereitzustellen, mit denen sich Bezahlschranken (Paywalls) auf Nachrichtenseiten umgehen lassen. Dazu kommt der bekannte Umstand, dass Brave Anzeigen der Webseitenbetreiber standardmäßig blockiert und gleichzeitig eigene Werbeformate ausspielt. Mal schauen, was man bri Brave dazu sagt - und was letzten Endes in dem Streitfall dabei herauskommt.
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