// STADT-BREMERHAVEN — INTELLIGENZA ARTIFICIALE
Apple: Siri AI öffnet sich für alle Entwickler
von Carsten Knobloch
3. Nov. 2026 |
2
Apple gibt Siri AI für Entwickler frei. Mit den ersten Betas von iOS 27.3, iPadOS 27.3, macOS 27.3 und visionOS 27.3 startet eine Developer Preview, über die Drittanbieter ihre Apps direkt an die überarbeitete Sprachassistenz anbinden können. Ja, ja, ihr wisst schon. EU, dies das. Dazu komme ich gleich.
Die Schnittstelle läuft über App Intents. Entwickler können eigene Aktionen und Inhalte hinterlegen, auf die Siri AI per natürlicher Sprache zugreift. Unterstützt werden unter anderem das Verständnis für persönlichen Kontext und Onscreen Awareness, also das Erkennen von Inhalten auf dem Display. Neu sind sogenannte Skills: Entwickler bringen Siri AI damit bei, mehrere Aktionen zu einer Abfolge zu bündeln. Siri AI kann künftig beliebige Einträge im semantischen Spotlight-Index erfassen, ohne dass sie in ein starres Schema passen müssen.
In den eigenen System-Apps nutzt Apple das bereits, unter anderem in Kalender, Dateien, Finder, Mail, Karten, Nachrichten, Fotos, Safari, Notizen, Kurzbefehlen und Wetter.
Wer in der EU sitzt, schaut bei den Mobilgeräten vorerst in die Röhre. Auf iOS, iPadOS und watchOS bleibt Siri AI in der EU zunächst unvollständig beziehungsweise nicht verfügbar. Apple gibt an, man verhandle konstruktiv mit den EU-Behörden über einen Weg nach vorn. Für macOS gilt diese Einschränkung laut den Angaben nicht.
Bei den Sprachen startet die Beta mit Englisch, Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch. Traditionelles Chinesisch, Norwegisch, Türkisch und Vietnamesisch sollen folgen. Deutsch fehlt in dieser Aufzählung bisher. Voraussetzung ist ein für Apple Intelligence geeignetes Gerät. Nutzer unter 13 Jahren haben keinen Zugriff.
Dazu greifen tägliche Limits für serverseitige Berechnungen, die Siri AI, Werkzeuge zur Bildbearbeitung und die AFM 3 Cloud-Modelle in Kurzbefehlen betreffen. Erweiterte Kontingente will Apple später gegen Bezahlung anbieten.
Entwickler können ab dem Frühjahr entsprechende Updates im App Store einreichen. Die finale Auslieferung an reguläre Nutzer folgt in einigen Monaten.
Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Kauft ihr darüber ein, erhalten wir eine kleine Provision - ohne Aufpreis für euch und ohne Einfluss auf unsere redaktionelle Meinung.