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Gemeinsam souverän: Nextcloud Hub 26 Spring und der Start von Euro-Office
Pünktlich zum zehnten Geburtstag erscheint Nextcloud Hub 26 Spring. Die Jubiläumsausgabe bringt mit Euro-Office eine zweite, in Europa entwickelte Office-Suite, ein neues Compliance-Werkzeug namens Governance und ein deutlich aufgeräumtes Bedienkonzept.
Nextcloud wird zehn Jahre alt und veröffentlicht zum runden Geburtstag die neue Version Hub 26 Spring. Gründer und CEO Frank Karlitschek erinnert daran, dass 2016 die großen Tech-Konzerne den Markt für Kollaborationssoftware dominierten und Datenschutz dabei kaum eine Rolle spielte. Aus genau dieser Lücke entstand Nextcloud, und zehn Jahre später zählt das Projekt zu den wichtigsten Plattformen für datenschutzorientierte Zusammenarbeit.
Wer Hub-Releases kennt, weiß, dass Nextcloud zweimal im Jahr eine Fülle von Neuerungen über alle Apps verteilt. Die Spring-Ausgabe macht da keine Ausnahme, doch zwei große Ankündigungen stechen heraus: Euro-Office als neue Office-Option und Nextcloud Governance als Werkzeug für Compliance und Datenverwaltung. Hinzu kommt ein neues Partnerprogramm für unabhängige App-Anbieter.
Die größte Neuigkeit ist eine zweite vollwertige Office-Suite. In Hub 26 Spring können Anwender in Nextcloud Office zwischen zwei Standardlösungen wählen, der bekannten, auf Collabora basierenden Variante und der neuen, die auf Euro-Office aufbaut.
Euro-Office ist dabei streng genommen kein Produktname, sondern der Name eines Projekts. Hinter ihm steht ein Konsortium europäischer Unternehmen und Organisationen, das die gemeinsame Codebasis pflegt. Neben IONOS und Nextcloud zählen dazu Eurostack, XWiki, OpenProject, Soverin, Abilian, BTactic, OpenXchange und Office.eu. Die einzelnen Partner nehmen den Code und integrieren ihn unter eigener Marke in ihre Produkte. Endanwender werden den Namen Euro-Office daher kaum zu sehen bekommen, bei Nextcloud heißt die Lösung schlicht Nextcloud Office, andere Anbieter wählen eigene Bezeichnungen. Aus diesem Grund hat das Projekt bewusst kein eigenes Logo und keine eigene Website, es ist als reines Kollaborationsprojekt angelegt.
Angekündigt wurde die Brancheninitiative am 27. März, die erste allgemein verfügbare Version 1.0 erscheint nun gemeinsam mit Hub 26 Spring. Damit ist das Projekt sogar schneller als geplant, ursprünglich war von Sommer die Rede. Karlitschek führt das auf die Dynamik des Vorhabens zurück, immer mehr Organisationen schließen sich an. Dass dahinter echte Ressourcen stehen, zeigt der Aufbau eines dedizierten Entwicklungsteams, das IONOS und Nextcloud bereits im April begonnen haben, die ersten Stellen sind besetzt.
Präsentation im Browser in Nextcloud Office auf Basis von Euro-Office
Version 1.0 liefert das grundlegende Web-Office, also die kollaborative Bearbeitung von Texten, Tabellen und Präsentationen im Browser, dazu einen leistungsfähigen PDF-Editor. Technisch verfolgt Euro-Office einen anderen Architekturansatz als Collabora und sorgt damit vor allem im Browser für bessere Performance bei gleichzeitig geringerer Serverlast. Funktionen wie Rückgängig und Wiederherstellen sowie der Änderungsverfolgungsmodus arbeiten bei der gemeinsamen Bearbeitung unabhängig voneinander, was sich in Sitzungen mit mehreren Personen auszahlt.
In die Plattform ist die Suite bereits gut eingebettet. Der Smart Picker erlaubt es, Inhalte aus dem gesamten Nextcloud-Ökosystem zu verlinken, etwa Deck-Karten, Kalender, Chat-Räume, Dateien und Orte. Auch der Nextcloud Assistant ist integriert, und über die Dateikonvertierungs-API lassen sich Dokumente umwandeln, etwa eine Tabelle in eine CSV-Datei oder eine Markdown-Datei in ein PDF. Praktisch ist zudem, dass sich Dokumente nicht nur im Browser bearbeiten lassen, sondern unterwegs auch in den Nextcloud-Apps für iOS und Android, dort allerdings vorerst über die Web-Ansicht der Files-App.
Bei der Demo zeigte Jos Poortvliet, wie sich Präsentationen mit Übergängen und Objektanimationen versehen lassen, wie Tabellen mit komplexen Berechnungen, Makros und Dropdowns funktionieren und wie