// COMPUTERBASE — HARDWARE & GADGET
Meta Quest Pro: 1.800-Euro-VR-Brille fährt nach vier Jahren aufs Abstellgleis
Meta hat das Ende der Funktionsentwicklung für Quest 2 und Quest Pro terminiert. Mit Horizon OS 2.13 sollen die beiden VR-Headsets bis März 2027 ihr letztes reguläres Systemupdate erhalten. Sicherheitsupdates sind anschließend nur noch bis Ende des Jahres vorgesehen.
Bis Dezember 2027 will Meta noch vierteljährlich Sicherheitsupdates bereitstellen und kritische Fehler beheben. Anschließend endet auch diese Unterstützung. Besitzer können ihre bisher gekauften Spiele und Anwendungen weiterhin verwenden und neue Inhalte aus dem Store herunterladen. Auch PC-VR über Quest Link sowie unterstützte Multiplayer-Funktionen sollen erhalten bleiben.
Doch auch für Entwickler hat die Entscheidung Folgen. Neue Anwendungen für Quest 2 und Quest Pro können nur noch bis Dezember 2027 im Store eingereicht werden. Bereits veröffentlichte Spiele dürfen auch danach Aktualisierungen erhalten. Ob einzelne Anwendungen langfristig auf den älteren Headsets funktionieren, hängt damit zunehmend von ihren Entwicklern ab.
Neue Funktionen und Programmierschnittstellen will Meta künftig auf Quest 3, Quest 3S und kommende Geräte konzentrieren. Die älteren Headsets werden bei neuen Betriebssystemversionen und Entwicklungswerkzeugen nicht mehr berücksichtigt.
In diesem Jahr erhielten Quest 2 und Quest Pro noch mehrere Funktionserweiterungen. Im April führte Meta mit Horizon OS 2.3 die neue Benutzeroberfläche Navigator breiter ein, die das bisherige Universal Menu ablöste. Anwendungen, Einstellungen und Kontakte lassen sich damit über eine zentrale Oberfläche erreichen.
Mit Horizon OS 2.4 im Mai folgten frei sortierbare App-Symbole und Ordner für die Spielebibliothek. Im Juni ergänzte Meta mit Version 2.5 unter anderem eine dreidimensionale Darstellung von Fotos in der Galerie. Welche Neuerungen das abschließende Horizon OS 2.13 mitbringen wird, ist bislang nicht bekannt.
Während die Quest 2 bereits im Oktober 2020 erschien, ist die Quest Pro erst vier Jahre alt. Das im Oktober 2022 vorgestellte Premium-Headset kostete zum Deutschlandstart im Dezember desselben Jahres 1.799,99 Euro. Mit Augen- und Gesichtstracking, farbigem Passthrough und einem für längeres Arbeiten ausgelegten Design sollte es auch professionelle Anwender ansprechen.
Allzu erfolgreich war das Konzept offenbar nicht. Bereits 2024 stellte Meta den Verkauf der Quest Pro ein. Einen direkten Nachfolger gibt es bis heute nicht. Die günstigere Quest 2 wurde hingegen von der Quest 3S abgelöst, die im Oktober 2024 erschien.
Damit endet die Versorgung mit neuen Funktionen für die Quest 2 nach gut sechs Jahren, für die erheblich teurere Quest Pro bereits nach etwas mehr als vier Jahren. Die aktuelle Quest 3 und die Quest 3S bleiben vorerst die beiden regulär angebotenen VR-Headsets von Meta.