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Midterms: Demokraten holen Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses
Die US-Demokraten haben bei den Midterms die Mehrheiten im Senat und im Repräsentantenhaus gewonnen. Der demokratische Fraktionschef im Repräsentantenhaus, Jeffries, jubelte: "Amerika ist zurück." Auch bei den Gouverneurswahlen feiern Demokraten Siege.
Bei den Kongresswahlen in den USA haben die oppositionellen Demokraten der Nachrichtenagentur AP zufolge neben der Mehrheit im Senat auch die Mehrheit im Repräsentantenhaus gewonnen. Vor der Wahl war bereits damit gerechnet worden, dass die Demokraten den Republikanern die Mehrheit im Repräsentantenhaus abnehmen können.
Der Gewinn der Mehrheit im Senat ist hingegen eine Überraschung, insbesondere in dieser Deutlichkeit. Nach Zahlen der Nachrichtenagentur AP halten die Demokraten jetzt mindestens 54 der insgesamt 100 Sitze in der kleineren Kammer des Kongresses.
Die Demokraten holten mindestens 228 Sitze im Repräsentantenhaus, der größeren Kammer des US-Kongresses. Die Mehrheit ist mit 218 Sitzen erreicht. Insgesamt hat das Repräsentantenhaus 435 Sitze. Sämtliche Sitze standen zur Wahl.
Der demokratische Fraktionschef Hakeem Jeffries aus New York könnte nun als der erste Schwarze im Amt des Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses (Speaker of the House) in die Geschichte eingehen. Jeffries sagte in der Wahlnacht: "Amerika ist zurück." Er würde auf diesem Posten dem Republikaner Mike Johnson nachfolgen.
"Wir werden diejenigen zur Rechenschaft ziehen, die diesem Land beispiellose Korruption zugefügt haben", sagte Jeffries während der Auszählung vor Anhängern. "Das amerikanische Volk hat gesprochen und deutlich gemacht, dass es genug vom Extremismus und genug von der Korruption hat."
Die frühere Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, gratulierte Jeffries bereits. Die Amerikaner hätten mit ihrer Entscheidung das republikanische Machtmonopol in Washington gebrochen und die Kontrolle über Präsident Trump durch den Kongress wiederhergestellt, erklärte sie.
Auch der bisherige demokratische Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer, feierte den Wahlsieg seiner Partei. Noch im vergangenen Jahr hätten viele über die Vorstellung gelächelt, die Mehrheit im Senat zurückzugewinnen. Nun hätten die Wähler den Republikanern eine klare Absage erteilt. "Wir haben zugehört, sie nicht", sagte Schumer. An die Menschen gerichtet versprach er: "Entlastung ist auf dem Weg."
Nach Prognosen von AP gehen mehrere Sitze an die Demokraten, die bisher von den Republikanern gehalten wurden. Demnach erlangte etwa in einem Wahlkreis im Bundesstaat North Carolina die Demokratin Jamie Ager einen Sitz, der zuvor republikanisch besetzt war.
Im US-Bundesstaat New Jersey wird die Demokratin Rebecca Bennett den republikanischen Kongressabgeordneten Tom Kean ablösen. Die frühere Soldatin setzte sich gegen den Abgeordneten durch, der bereits zwei Amtszeiten im Repräsentantenhaus saß. Der Wahlbezirk wechselte bei den beiden vorangegangenen Zwischenwahlen jeweils die Partei und galt deshalb auch diesmal als umkämpft.