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KBA: Mehr als jeder vierte Neuwagen fährt batterieelektrisch
Zwei Drittel der Neuwagen haben laut KBA einen alternativen Antrieb. Ausschließlich batterieelektrisch fahren 27,2 Prozent – nach einem Plus von 58,1 Prozent.
Laut KBA das in den ersten neun Monaten 2026 erfolgreichste Elektroauto ist der Skoda Elroq.
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In den ersten neun Monaten des Jahres 2026 sind in Deutschland 604.144 rein batterieelektrische Pkw (BEV) neu zugelassen worden. Das sind 58,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Ihr Anteil am Gesamtmarkt kletterte auf 27,2 Prozent, ein Jahr zuvor waren es rund 18,1 Prozent. Zur Halbjahresbilanz hatte die Quote im Jahresverlauf noch bei 24,8 Prozent gelegen.
Insgesamt verzeichnete das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) von Januar bis September 2.221.798 neue Pkw, ein Plus von 5,3 Prozent. Der Mitteilung des KBA zu alternativen Antrieben zufolge hatten 1.495.262 Fahrzeuge oder 67,3 Prozent aller Neuzulassungen einen „alternativen Antrieb“. Zusammengenommen kommen sie auf eine Steigerung von 23,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, umfassen allerdings neben Elektroautos auch sämtliche Hybrid-, Gas- und Wasserstofffahrzeuge.
Von den knapp 1,5 Millionen Fahrzeugen entfallen 604.144 auf BEV und 247.489 auf Plug-in-Hybride (PHEV), die 11,1 Prozent des Gesamtmarkts ausmachen. Hinzu kommen ganze 11 mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellenautos. Diese drei Gruppen fasst das KBA als „Elektroantrieb“ zusammen: 851.644 Pkw, 38,3 Prozent Anteil, 41,9 Prozent Zuwachs. Die übrigen 643.618 alternativ angetriebenen Wagen sind vor allem Hybride ohne Stecker – das KBA unterscheidet dabei Mild- und Vollhybride –, dazu Gasfahrzeuge. Mildhybride können in der Regel nicht batterieelektrisch fahren. Fahrzeuge mit Range Extender zählt die Behörde zu Plug-in-Hybriden.
Der eigentliche Wachstumstreiber sind die BEV. Plug-in-Hybride legten laut dem Importeursverband VDIK im Neunmonatszeitraum nur um 13,7 Prozent zu. Im September fiel die Spreizung noch deutlicher aus: 88.599 neuen BEV, fast doppelt so viele wie im Vorjahresmonat (plus 94,7 Prozent), standen 27.681 PHEV auf Vorjahresniveau gegenüber. Mit 34,5 Prozent fuhr im September mehr als jeder dritte neue Pkw batterieelektrisch. Im Oktober stieg der Anteil laut den inzwischen veröffentlichten KBA-Zahlen sogar auf 37,0 Prozent (94.086 BEV, plus 79,5 Prozent).
Der größere Gesamtmarkt erklärt nur einen kleinen Teil des Sprungs. Überschlägig gerechnet hätte das Marktplus von 5,3 Prozent bei unverändertem BEV-Anteil nur etwa 20.000 zusätzliche Elektroautos gebracht. Rund 200.000 der etwa 222.000 zusätzlichen BEV gehen rechnerisch auf den gestiegenen Marktanteil zurück. Auffällig ist im September zudem die Verschiebung bei den Haltern: Private Neuzulassungen stiegen um 28,5 Prozent, gewerbliche gingen um 1,2 Prozent zurück.
Zeitlich passt das zur neuen staatlichen Kauf- und Leasingförderung. Anträge sind seit dem 19. Mai möglich, rückwirkend für Neuzulassungen ab 1. Januar. Je nach Fahrzeug, Einkommen und Familiengröße gibt es 1500 bis 6000 Euro. Der Topf von drei Milliarden Euro ist auf etwa 800.000 Fahrzeuge bis 2029 ausgelegt. Anfang Oktober meldete das Bundesumweltministerium 100.000 bewilligte Anträge, rund 90 Prozent davon für batterieelektrische Autos. Etwa die Hälfte der Antragsteller hat ein Haushaltseinkommen von höchstens 45.000 Euro. Umweltminister Carsten Schneider (SPD) sagte: „Endlich können sich auch Haushalte ein Elektroauto leisten, die vorher nicht einmal daran gedacht haben. Dabei hilft die Leasing-Option.“ Wie groß der Anteil der Förderung am Plus tatsächlich ist, lässt sich aus den Zulassungsdaten allerdings nicht ablesen. Auch Modellangebot, Preise, Lieferfähigkeit und Herstelleraktionen dürften mitspielen.
Bei den Modellen lag im bisherigen Jahresverlauf laut einer KBA-Auswertung der Skoda Elroq mit 30.899 Zulassungen vorn, knapp vor dem Tesla Model Y (29.464) und dem VW ID.3 (24.352).