// GAMESTAR — GAMING
Smartwatch & Co. - Immer mehr Menschen nutzen Wearables – aber in der Praxis stagniert der Nutzen
Wearables wie Smartwatches werden häufiger gekauft, laut einer JAMA-Studie aber immer seltener täglich genutzt oder medizinisch eingesetzt. (© Laong via Adobe Stock)
Seit 2020 ist die Zahl der US-Erwachsenen, die Wearables zur Gesundheitsüberwachung einsetzen, von 30,2 Prozent auf 41,1 Prozent gestiegen. Das zeigt eine am 10. Juni 2026 im Fachjournal JAMA Network Open veröffentlichte Studie des Cardiovascular Data Science Lab der Yale School of Medicine. Insgesamt flossen Antworten von 17.395 Teilnehmern ein.
Das Ergebnis ist ein Paradoxon: Während die Verbreitung wächst, stagniert oder sinkt der tatsächliche Nutzen.
Was jedoch am stärksten ins Auge fällt: Der Anteil derer, die ihre Wearable-Daten tatsächlich an einen Arzt weitergegeben haben, lag 2024 bei nur 19,2 Prozent – die Steigerung gegenüber 14,2 Prozent aus dem Jahr 2020 fällt bestenfalls geringfügig aus.
50:56
Digitale Helfer im Klinikalltag: Chancen und Risiken von KI im Gesundheitswesen
Die Studienautoren beschreiben, dass Wearable-Besitz und medizinisch relevante Nutzung zwei grundverschiedene Dinge sind.
Besonders relevant ist die Situation bei Menschen mit Herzerkrankungen oder kardiovaskulären Risikofaktoren.
Diese Gruppe – immerhin 62,3 Prozent der untersuchten Wearable-Nutzer – stieg in der Nutzungsrate von 27,3 Prozent (2020) auf 38,4 Prozent (2024), zeigte aber dieselbe Lücke bei täglicher Nutzung und Datenweitergabe wie die Gesamtbevölkerung. Dabei wäre gerade hier ein kontinuierliches Monitoring medizinisch am wertvollsten.
JAMA-Studie im Schnelldurchlauf: Die Wearable-Nutzung (A) steigt; die tägliche Nutzung (B) sinkt ebenso wie die Bereitschaft zur Datenweitergabe (C) – das tatsächliche Teilen von Daten (D) stagniert.
Ein ebenfalls interessanter Befund der Studie betrifft die digitale Kompetenz: Wer souveräner im Umgang mit digitalen Werkzeugen ist, trägt sein Wearable häufiger täglich und ist eher bereit, Daten zu teilen.