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Xbox im Umbruch - Nach der Rückkehr der Exklusivtitel kündigt die neue Chefin erstmal Entlassungen an
Managerin Asha Sharma sitzt seit Februar im Xbox-Chefsessel und soll die Gaming-Sparte aus der Krise holen. Bild: Microsoft.
Die Gaming-Branche steckt aktuell in der Krise. Die Entwicklungskosten großer AAA-Titel sind in den letzten Jahren stetig gestiegen, gleichzeitig ist die Kauflaune der Kunden nach der Corona-Pandemie drastisch gesunken. Das merken vor allem die großen Marktriesen wie Xbox und Sony.
Nach mehreren Jahren der Annäherung kündigten beide jüngst die Rückkehr der Exklusivtitel an, um wieder gute Verkaufsargumente für ihre Konsolen zu schaffen. Im Fall von Xbox reicht das aber offenbar noch nicht.
Nur wenige Tage nach dem großen Xbox Showcase 2026, bei dem unter anderem mehr zu Fable, Clockwork Revolution und Gears of War: E-Day gezeigt wurde, wandte sich die neue Xbox-Chefin Asha Sharma jetzt mit einem öffentlichen Rundschreiben an die Belegschaft. Sharma hat den CEO-Posten Ende Februar vom langjährigen Xbox-Boss Phil Spencer übernommen und baut Microsofts Gaming-Sparte seitdem radikal um.
Um sich die Spielerschaft wieder gewogen zu machen, nahm Sharma etwa die umstrittene Game-Pass-Preiserhöhung vom Oktober 2025 teilweise zurück, strich den nervigen KI-Copiloten und verschenkte kürzlich sogar Konsolen an besonders treue Fans. Allerdings muss Xbox auch die Kosten senken – und plant dazu einen kompletten Reset des Spielegeschäfts.
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Glaubt man dem Rundschreiben, steht es nämlich nicht gut um Microsofts Gaming-Sparte. CEO Asha Sharma schreibt, Microsoft habe in den letzten fünf Jahren 20 Milliarden Dollar investiert. Aktuell sei die Gewinnmarge von Xbox dafür aber mit nur drei Prozent viel zu klein; das könne so nicht weitergehen. Xbox habe sich mit der Masse an Studios und Projekten verzettelt; die Herstellung der Konsolen sei aktuell zu teuer.
Daher müsse man nun genau prüfen, wofür man künftig Geld ausgeben könne, und gegebenenfalls harte Einschnitte machen. Entlassungen werden in dem Rundschreiben zwar nicht konkret benannt. Es ist allerdings recht klar, dass mit den angesprochenen Sparmaßnahmen auch Kürzungen beim Personal gemeint sind. Entsprechende Gerüchte hatte es bereits in den vergangenen Wochen mehrfach gegeben.
Der Bloomberg-Journalist und Branchen-Insider Jason Schreier berichtet, dass er von namentlich nicht genannten Quellen bei Microsoft erfahren habe, dass die kommende Entlassungswelle nach Ablauf des aktuellen Microsoft-Geschäftsjahres am 30. Juni verkündet werden soll. Dem Bloomberg-Bericht zufolge sollen vor allem die Budgets für Marketing und einige andere Geschäftsbereiche signifikant gekürzt werden. Das Portal The Verge spricht von etwa 1.000 Entlassungen; bestätigt ist das aber nicht.
In anderen Bereichen wird die neue Xbox-Chefin dagegen bereits deutlich konkreter. Das Rundschreiben erwähnt fünf strategische Entscheidungen, mit denen Xbox wieder Wind in die schlaffen Gaming-Segel bringen will: