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Kohlestrom unter 50 Prozent: Was Chinas CO2-Rückgang bedeutet
Weniger Kohlestrom, weniger Öl im Verkehr: Chinas CO2-Ausstoß fiel im dritten Quartal um 3,1 Prozent. Ein Teil geht allerdings auf Wetter und Konjunktur zurück.
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Chinas CO₂-Emissionen aus fossilen Brennstoffen und der Zementherstellung sind im dritten Quartal 2026 um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken. Das ist der stärkste Quartalsrückgang seit den Covid-Lockdowns im Jahr 2022. Zu diesem Ergebnis kommt Lauri Myllyvirta, leitender Analyst des Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA), in einer Auswertung für das Klimaportal Carbon Brief. Die wichtigsten Treiber sind weniger Kohlestrom und ein schrumpfender Ölverbrauch für den Verkehr.
Die Carbon-Brief-Analyse stützt sich auf amtliche Angaben, die die chinesische Energiebehörde National Energy Administration (NEA) Ende Oktober in einer Pressekonferenz zur Energielage veröffentlicht hat, sowie auf kommerzielle Daten. Demnach sank der Kohleverbrauch im Quartal um 3 Prozent, der Ölverbrauch um 4 Prozent. Die Stromerzeugung aus Kohle ging um 3,3 Prozent zurück. Solar-, Wind- und Kernkraftwerke lieferten zusammen 110 Terawattstunden mehr als ein Jahr zuvor. Das ist mehr als doppelt so viel wie der Zuwachs der gesamten Stromnachfrage und entspricht ungefähr der Stromerzeugung Deutschlands im selben Zeitraum. Für Januar bis September ergibt sich ein geschätztes Minus von 0,5 Prozent.
Laut NEA fiel die Kohleverstromung im Juli um 4,0, im August um 4,6 und im September um 1,9 Prozent. Nach Angaben der Behörde lag der Kohleanteil an der Stromerzeugung Ende September bei 49,1 Prozent. Und das, obwohl der Stromverbrauch in den ersten drei Quartalen um 3,9 Prozent gestiegen ist. Die installierte Solarleistung hat im Juli erstmals die der Kohlekraftwerke übertroffen und lag Ende September bei 1310 Gigawatt. Erneuerbare stellen rund 61 Prozent der installierten Leistung. Ihr Anteil an der tatsächlich erzeugten Strommenge betrug in den ersten drei Quartalen aber nur 41,8 Prozent, denn Sonne und Wind liefern im Gegensatz zu einem Kohlekraftwerk nicht rund um die Uhr.
Das erklärt auch, warum die Kohleverstromung sinkt, obwohl China weiter neue Kohlekraftwerke baut. CREA schätzt, dass in den ersten acht Monaten 2026 rund 58,7 Gigawatt thermische Leistung hinzukamen. Das ist der höchste Wert für diesen Zeitraum seit 15 Jahren. Die Anlagen sollen jedoch vor allem dann laufen, wenn ihre Leistung mangels erneuerbarer Energie gerade benötigt wird.
Die Analysten von CREA und Global Energy Monitor schätzen die Abregelung von Wind- und Solarstrom im ersten Halbjahr auf 360 Terawattstunden. Die NEA meldet für die ersten drei Quartale dagegen Nutzungsraten von 92,1 Prozent für Wind- und 93,1 Prozent für Solarstrom. Beide Zahlen beruhen auf unterschiedlichen Methoden und sind daher nicht direkt vergleichbar. CREA und Global Energy Monitor weisen darauf hin, dass an diesem Punkt ganz allgemein die Gefahr besteht, dass Mindestabnahmeregeln in Stromverträgen den Kohlekraftwerken Laufzeiten sichern und dadurch sauberen Strom verdrängen könnten.
Um möglichen Engpässen zu begegnen, baut China Netze und Speicher aus. Ende September waren laut NEA neuartige Speicher mit insgesamt 167 Gigawatt und 435 Gigawattstunden installiert, 63 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Pumpspeicher sind darin nicht enthalten. Die neuartigen Speicher kommen auf eine mittlere Speicherdauer von 2,61 Stunden. Das genügt im Schnitt, um den Solarstromertrag vom Mittag in den Abend zu verschieben, längere Flauten lassen sich damit aber nicht ausgleichen. Die 25 Höchstspannungs-Gleichstromtrassen kommen inzwischen auf eine Übertragungskapazität von mehr als 340 Gigawatt. Den Handel mit mittel- und langfristigen Stromverträgen hat die Behörde von rund 250 Arbeitstagen auf alle 365 Tage des Jahres ausgeweitet, mit Ausnahme Tibets.
Im Verkehr sank der Ölverbrauch im drit