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Mass Effect: The BioWare Story: Doku beleuchtet Aufstieg und das bittere Studio-Aus
Regisseur Akash Sherman versammelt für den Film Wegbegleiter wie Casey Hudson und die Gründer. Die Premiere auf Festivals ist für das kommende Jahr geplant.
Im kommenden Jahr erscheint eine Dokumentation über die bewegte Geschichte des beliebten Kultstudios BioWare. Der Film beleuchtet dabei auch das schockierende Aus des Studios im vergangenen Monat, das auf die Übernahme von Eigentümer EA durch Privatinvestoren folgte.
Wie Deadline berichtet, stammt "Mass Effect: The BioWare Story" aus der Feder von Akash Sherman, der zugleich die Regie übernimmt. Das Projekt entsteht für den kanadischen Sender Super Channel. Die Dokumentation zeichnet den Werdegang des Studios von den ersten Tagen nach der Gründung 1995 bis hin zu Mega-Hits wie Mass Effect und Dragon Age nach. Die Dreharbeiten starteten bereits zwei Jahre vor der Ankündigung der Studioschließung und liefen kontinuierlich weiter. Deadline zufolge fängt der Film nun auch "BioWares finales Kapitel" ein.
BioWare wurde 1995 im kanadischen Edmonton von den Medizinern Ray Muzyka, Greg Zeschuk und Augustine Yip gegründet. Das Trio finanzierte erste Projekte aus eigenen Ersparnissen, bevor das Studio mit Baldur's Gate die Renaissance westlicher Computer-Rollenspiele einläutete.
Für "The BioWare Story" standen unter anderem die Studio-Gründer Ray Muzyka, Greg Zeschuk und Augustine Yip vor der Kamera. Ebenfalls mit dabei: Mass-Effect-Director Casey Hudson, weitere BioWare-Entwickler sowie Shepard-Synchronsprecherin Jennifer Hale. Zu Wort kommen außerdem der ehemalige EA-CEO John Riccitiello, Douglas Reilly (Vice President bei Lucasfilm Games) und The-Game-Awards-Schöpfer Geoff Keighley.
"Die BioWare-Gründer sind für mich echte Helden aus meiner Heimatstadt", betont Autor und Regisseur Sherman in einem Statement zur Ankündigung. "Es ist ein großes Privileg und gleichermaßen eine Verantwortung, den Weg dieser Außenseiter zu teilen, die sich zusammentaten, um so innig geliebte Geschichten zu erschaffen. Ihre goldene Ära entfachte in mir und einer ganzen Generation ein Feuer. Nach dem Aus des Studios versteht sich der Film nun als tief empfundener Abschiedsgruß."
Für Fans außerhalb Kanadas soll "Mass Effect: The BioWare Story" im kommenden Jahr auf renommierten Filmfestivals laufen und dort Weltpremiere feiern. Ein konkreter Starttermin steht zum Redaktionsschluss noch nicht fest.
Seit Bekanntwerden der Nachricht üben Branchengrößen scharfe Kritik an EAs Entscheidung, BioWare zu schließen. So fand etwa Entwicklerlegende Warren Spector deutliche Worte: "Jeder, der an dieser Farce beteiligt war, sollte sich schämen." In der Zwischenzeit sammelte eine Petition genügend Unterschriften, damit die kanadische Regierung das Studio womöglich vor dem Aus retten könnte. Ob daraus wirklich etwas wird? Nun, es sind schon verrücktere Dinge passiert.