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Nintendo stellt klar: Remakes besitzen künftig denselben Stellenwert wie neue Spiele
Nate Bihldorff betont im Interview das Potenzial für Neulinge. Nach dem Erfolg von Star Fox feiert Ocarina of Time glänzende Kritiken auf der Switch 2.
Für Nintendo läuft das Jahr bisher richtig rund: Zwischen Star Fox – dem N64-Klassiker mit einer fulminanten Frischzellenkur auf der Switch 2 – und dem frisch veröffentlichten, schlichtweg fantastischen Remake von Ocarina of Time hat der Konsolenhersteller derzeit einen echten Lauf. Und dabei sind Titel wie Fire Emblem: Fortune's Weave, Nintendo Switch Sports Resort oder Mario Tennis Fever noch gar nicht eingerechnet – von den Switch-2-Neuauflagen hauseigener Hits wie Xenoblade Chronicles 3 oder Animal Crossing: New Horizons ganz zu schweigen.
So beliebt die anderen Spiele auch sein mögen: Man muss zugeben, dass sich 2026 als echtes Ausnahmejahr für Nintendos Remakes entpuppt hat. Sowohl Star Fox als auch Ocarina of Time beherrschten in den vergangenen zwölf Monaten die Schlagzeilen. Das ist natürlich auch dem Konzern selbst nicht entgangen. In einem neuen Interview mit Polygon betont Nate Bihldorff, Senior Vice President of Product Development and Publishing bei Nintendo, dass komplett neue Spiele und Remakes von Klassikern für das Unternehmen künftig "denselben Stellenwert" besitzen.
The Legend of Zelda: Ocarina of Time erschien 1998 für das Nintendo 64 und revolutionierte mit 3D-Welten sowie Z-Targeting das Action-Adventure-Genre. Es gilt auf Plattformen wie Metacritic bis heute als eines der am höchsten bewerteten Videospiele der Geschichte.
"Ich bin fest davon überzeugt, dass neue Spiele und Remakes ihren festen Platz im Nintendo-Aufgebot haben – und um ehrlich zu sein, mit genau demselben Stellenwert", erklärte Bihldorff der Seite auf dem Launch-Event von Ocarina of Time in New York City. "Jede einzelne unserer Marken hat treue Fans da draußen. Natürlich ist es fantastisch, neue Teile dieser Reihen zu bekommen, und ich freue mich darauf genauso wie jeder andere. Es verschafft einem aber auch eine tiefe Zufriedenheit, zu ganz besonderen Titeln wie Ocarina of Time zurückzukehren ... Man darf vor allem nicht vergessen, wie viele Leute das Original nie gespielt haben. Für sie wird dieses Remake von Ocarina of Time eine völlig neue, moderne Spielerfahrung auf dem Stand von 2026. Ich kann es kaum erwarten, dass sie den Titel endlich in die Hände bekommen."
Das Interview liefert noch weitere interessante Einblicke. So äußert sich Bihldorff etwa zur Stärke des Nintendo-Portfolios: "Ganz egal, wie begeistert ich zum Start über Donkey Kong Bananza bin: In der Pipeline warten immer schon die nächsten Spiele." Der Veröffentlichungsplan für die Switch 2 sehe demnach genauso stark aus wie damals bei der Switch. "Eine Konstante zieht sich durch meine gesamte Laufbahn bei Nintendo: Man kann praktisch die Uhr danach stellen, dass wir regelmäßig Nachschub liefern", sagt Bihldorff gegenüber Polygon.
Ocarina of Time legte einen bärenstarken Start hin: Neben glänzenden Kritiken der Fachpresse geht das Spiel derzeit in den sozialen Medien durch die Decke. In den eigenen Feeds stolpert man förmlich an jeder Ecke über Clips, Schwelgereien in alten Erinnerungen an vertraute Orte oder ausführliche Nostalgie-Beiträge. Star Fox kommt derweil seit dem Launch Anfang des Jahres auf der Nintendo Switch 2 weltweit auf 1,17 Millionen verkaufte Exemplare und belegt damit Platz neun der meistverkauften Titel auf der Plattform. Ich rechne fest damit, dass Ocarina diese Marke locker überflügeln wird.
Wie auch immer ihr persönlich zu Remakes im Gaming-Bereich steht: Man kann nicht leugnen, dass sie einen gewaltigen Teil der Branche ausmachen – und Nintendo will diese Erfolgswelle offenbar voll auskosten.
Bleibt nach all dem eigentlich nur noch eine Frage: Wann bekomme ich dann endlich meine Remakes von Pokemon Black and White?