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Redragon Wyvern K761 Pro im Test: Viel Ausstattung für wenig Geld, aber mit einem Haken
Die mechanische Full-Size-Tastatur punktet mit Gasket-Mount, Farbdisplay und Drehregler für 80 Euro – krankt im Alltag jedoch an einer regionalen Einschränkung.
Wie auch die Redragon Galatin Pro K719 ist die Wyvern K761 Pro des Unternehmens eine Tastatur, die eher das preisgünstige Gaming-Segment im Blick hat. Trotz eines vergleichsweise geringen Investition von rund 80 Euro will der Hersteller hier unter anderem mit Hot-Swapping, Gasket-Mount-Design, Display und mehreren Verbindungsoptionen punkten. Aber lohnt sich das auch?
Box & Zubehör: Neben der Tastatur selbst findet ihr in der Verpackung ein abnehmbares USB-Kabel, ein 2,4-GHz-Dongle, einen Switch- und Key-Cap-Puller sowie acht Ersatz-Switches. Ein vernünftiges Paket, mit dem ihr auch auf das Hot-Swapping vorbereitet seid.
Design und Verarbeitung: Im Gegensatz zur kompakteren Galatin Pro K719 verwendet die Wyvern K761 Pro ein Full-Size-Layout, drückt hier den Ziffernblock also nicht näher an die anderen Tasten heran. Zudem gibt es zusätzliche Features wie ein integriertes Display und einen Drehregler.
Das Design selbst ist schlicht gehalten und ist wie immer Geschmackssache - mir gefällt es. Je nach Option (“Weiß & Grün” oder “Weiß & Blau”) habt ihr ein dunkles oder helles Gehäuse ohne großen Schnickschnack, selbst mit Display und Drehregler wirkt es nicht überladen. Auch die RGB-Beleuchtung präsentiert sich relativ normal und gehört nicht zur eher ausgefalleneren Sorte.
Das Gehäuse besteht überwiegend aus Kunststoff, erweckt jedoch keinen billigen Eindruck. Es ist stabil und macht im alltäglichen Gebrauch keine Probleme. Natürlich hält die Tastatur nicht mit den Metallplatten von High-End-Modellen mit, doch das ist wieder eine Frage der Präferenz. Im Großen und Ganzen lässt sich die Wyvern K761 Pro problemlos nutzen und liegt gut auf dem Schreibtisch. Auf der Unterseite sorgen Gummifüße dabei für ausreichenden Halt und mit den ausklappbaren Standfüßen könnt ihr unterschiedliche Neigungswinkel einstellen.
Neben dem Gasket-Mount-Design setzt die Tastatur auf mehrere Dämpfungsschichten, um die Lautstärke beim Tippen zu reduzieren. Da das Gehäuse nur aus Kunststoff besteht, ist die Wyvern K761 Pro dementsprechend leichter als Konkurrenzprodukte mit Metallteilen - und günstiger. Probleme bei der Verarbeitung gibt es nicht, alles ist sauber verbaut und sitzt gut.
Die verwendeten PBT-Tastenkappen sorgen mit ihrer leicht rauen Oberfläche für einen guten Halt beim Tippen. Bei der Beschriftung gibt es ebenfalls nichts zu meckern, wenngleich sich die Qualität insgesamt nicht auf dem Niveau von Doubleshot-Lösungen bewegt. Das war aber auch nicht zu erwarten. Unterdessen sind die linearen Mint Mambo Switches auf ein leichtes und gleichmäßiges Tippgefühl ausgelegt.
Das integrierte Farbdisplay in der oberen rechten Ecke kann euch zum Beispiel verschiedene Informationen anzeigen - Art der Verbindung, Akkustand, Uhrzeit oder das verwendete Beleuchtungsprofil - oder simple Animationen und GIFs darstellen. Wenn ihr Letzteres unbedingt braucht, könnt ihr es hiermit machen. Mit einem hochwertigen OLED-Panel ist der kleine LCD-Bildschirm nicht zu vergleichen, erfüllt seinen gedachten Zweck jedoch recht gut. Insgesamt mehr ein Gimmick und weniger ein essentielles Feature.
Der direkt daneben befindliche Drehregler ermöglicht die Anpassungen von Funktionen wie Lautstärke, RGB-Helligkeit und anderen Dingen. Er lässt sich gut bedienen und bietet ein leichtes Feedback.