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Nach EA-Übernahme: Auch Spiele-Engine Unity vor Verkauf an Silver Lake und PIF
Silver Lake und der saudische Staatsfonds Public Investment Fund (PIF) sollen eine Übernahme des Spiele-Engine-Anbieters Unity erwägen. Die beiden Investoren sollen in den vergangenen Wochen Kontakt zur Unternehmensführung aufgenommen haben, so Reuters. Eine Vereinbarung gibt es bislang aber wohl nicht.
Silver Lake und PIF sollen Unity mit rund 25 Milliarden US-Dollar bewertet haben. Dem letzten Geschäftsbericht zufolge lag Unitys Marktkapitalisierung bei etwa 21,5 Milliarden US-Dollar. Unity soll nun verschiedene Möglichkeiten für die Zukunft prüfen.
Silver Lake und PIF sind die beiden größten Beteiligten des Investorenkonsortiums, das Electronic Arts für 55 Milliarden US-Dollar übernommen hat. PIF hält rund 93,4 Prozent an EA, Silver Lake 5,5 Prozent. Ein weiterer Investor war Affinity Partners, der jedoch nur rund 1,1 Prozent an EA hält. Silver Lake hält bereits seit 2017 Anteile von Unity. Derzeit sollen es rund acht Prozent sein.
Nach der Schließung von BioWare dürfte eine Übernahme von Unity bei Spielern jedoch auf gemischte Gefühle stoßen.
Unity wurde vor 22 Jahren in Dänemark gegründet, hat seinen Hauptsitz inzwischen jedoch in San Francisco. Das Unternehmen ist vor allem für seine plattformübergreifende Spiele-Engine bekannt. Vor allem auf Smartphones und Tablets ist die Engine vorherrschend und noch vor der Unreal Engine von Epic platziert. Auf dem PC und für AAA-Titel kommt hingegen inzwischen meistens die Unreal Engine zum Einsatz, da sie auf aktuellen Gaming-PCs mehr Rendering-Funktionen bietet.
2023 sorgte die Einführung eines neues Tarifmodells aber insbesondere bei unabhängigen Entwicklern für viel Unmut. Der Streit führte schließlich zum Rücktritt des damaligen Vorstandschefs John Riccitiello. Wie Epic Games bei der Unreal Engine, setzt auch Unity inzwischen in der Spiele-Engine verstärkt auf die Integration von KI.