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Control auf dem iPhone: Die perfekte Vorbereitung für Control Resonant kostet fast nichts
Die iOS-Version der Ultimate Edition glänzt dank Raytracing und MetalFX. Ein unschlagbares Technik-Schnäppchen vor dem Release des neuen Remedy-Shooters.
Niemand spielt mit der Wahrnehmung seiner Spielerinnen und Spieler so wie Remedy Entertainment. In Control und Alan Wake 2 brachten sie diese Kunst zu einer gewissen Meisterschaft. Mit Control Resonant drehen die Finnen die Regler jetzt auf 11 und verzerren Manhattan in alle Dimensionen zu einem teuflisch desorientierenden M.-C.-Escher-Gemälde. Mittendrin: der telekinesebegabte Dylan Faden auf der Suche nach seiner Schwester Jesse – und einem Stück Normalität.
Obwohl ich mir bewusst bin, dass die Spiele Remedys immer noch so etwas wie ein Kenner-Tipp sind und Control Resonant der Underdog in diesem vollgestopften September sein dürfte, halte ich es für einen der vielversprechenderen Titel dieses Herbstes. Solltet ihr also den Vorgänger nicht gespielt haben, dürfte es sich lohnen, den jetzt nachzuholen, um ein bisschen Kontext für das Hirngebiege zu bekommen, das da auf uns zukommt. Und schließlich bekommt man ganz nebenbei einen der einfallsreichsten und motivierendsten Third-Person-Shooter der letzten Jahre.
Die Control Ultimate Edition ist nämlich gerade samt beider Story-DLCs auf dem iPhone und iPad für den Preis eines Cappu und eines halben Stücks Kuchen (5,99 Euro) zu haben und spielt sich dort mehr als anständig. Der schnelle und hübsch dynamische Shooter mit spektakulärem Superkräfte-Einsatz macht Spaß wie am ersten Tag.
Überrascht war ich darüber, dass ich zumindest auf meinem iPhone 17 Pro Max die Touch-Kontrollen nicht für komplett unbrauchbar hielt. Mit angestecktem Razer-Kishi-Controller war es natürlich noch mal eine andere Hausnummer und gewissermaßen identisch mit dem Konsolenerlebnis. Aber das geht zur Not auch ordentlich ohne zusätzliche Hardware. Was mich außerdem auf dem falschen Fuß erwischte, war, wie souverän dieses in Sachen Rechenleistungshunger nicht gerade zurückhaltende Spiel auf dem Smartphone-Screen wirkte.
Mikael Kasurinen fungierte als Game Director von Control und prägte die surreale Vision des Titels maßgeblich. Als langjähriger Remedy-Veteran wirkte er bereits an Spielen wie Max Payne 2, Alan Wake und Quantum Break mit.
Ein Blick in die Grafikoptionen offenbart niedrige Einstellungen mit zugeschaltetem Raytracing für zwei Arten von Spiegelungen – in Control wegen vieler reflektierender Flächen recht wichtig und imposant – bei 2-Megapixel-Auflösung und zweifachem Upscaling über Apples DLSS-Konkurrenten MetalFX. Erstaunlich fand ich zudem die aktivierte Frame-Interpolation, die ich aufseiten der Steuerung beinahe nicht bemerkt hätte. Sicher, es gibt Artefaktbildung, vor allem, wenn einem viele kleinere Physikobjekte und Partikel um die Ohren fliegen. Aber auf dieser Bildschirmdiagonale ist das eher eine akademische Feststellung als eine, die in der Hitze des Gefechts auffallen würde.
Auf dem größeren Screen meines iPad Pro mit M4-Prozessor wird das selbstverständlich deutlicher, aber dort könnte man sich dann mit 30 fps arrangieren, wenn man wollte, und dieses Spiel trotzdem mit Raytracing genießen. Letzteres hatten die Konsolen, auf denen Control damals erschien – PS4 und Xbox One – nicht auf dem Kasten.
Okay, das wäre die technische Seite. Wenn ihr jedoch bisher keine Berührungspunkte mit Control (oder gar dem Remedyverse als Ganzes) hattet, solltet ihr wissen, worum es allgemein so geht, schätze ich. In Control ist Jesse Faden auf der Suche nach ihrem Bruder, der in ihrer Kindheit von einer zwielichtigen Regierungsbehörde, dem Federal Bureau of Control, an einen unbekannten Ort gebracht wurde. Zu Beginn der Geschichte hat sie deren Hauptquartier in Manhattan lokalisiert: “Das Älteste” Haus ist ein Wolkenkratzer, dessen Inneres sich unentwegt verändert und einen multidimensionalen Knotenpunkt kaschiert.
Mit der AWE-Erweiterung für Control schuf das Studio offiziell ein zusammenhängendes Universum. Ereignisse und Charaktere aus Titeln