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Was passiert bei einer Bombendrohung im Flugzeug?
Die Bombendrohungen im europäischen Luftverkehr alarmieren Behörden - und verunsichern Passagiere. Gibt es solche Vorfälle öfter? Und was passiert bei einer Bombendrohung an Bord? Ein Überblick über die wichtigsten Fragen.
Es handelt sich in dieser Häufung klar um eine außergewöhnliche Situation: Laut der Europäischen Organisation zur Sicherung der Luftfahrt (Eurocontrol) gab es am 5. und am 6. November Bombendrohungen gegen jeweils 14 Flüge sowie am 3. November gegen sieben Flüge.
Zwar gibt es immer wieder einmal Drohungen gegen einzelne Flüge oder Gesellschaften, aber an eine derartige Häufung kann man sich etwa bei der Deutschen Flugsicherung nicht erinnern. Laut einer Aufstellung des Portals Aerotelegraph wurden im Oktober 2024 mehrere indische Gesellschaften gleichzeitig über Social-Media-Einträge bedroht. Gegen den Hamburger Flughafen richtete sich 2023 eine Bombendrohung, die aber Teil einer größeren Welle von Drohungen gegen verschiedene Ziele in Deutschland war.
Erneut gibt es mehrere Hinweise auf eine mögliche Bombe an Bord von Flugzeugen in Europa - gefunden wurde bislang nichts.
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Das kommt zunächst darauf an, wo und in welcher Form sie eingehen. Fluggesellschaften und Flughäfen informieren sofort die Sicherheitsbehörden und bilden ihrerseits Krisenstäbe. Verantwortlich für einen bereits begonnenen Flug ist letztlich die Kapitänin oder der Kapitän an Bord des Flugzeugs, hält die Vereinigung Cockpit fest. Sie entscheiden, ob der Flug fortgesetzt, umgeleitet oder eine Landung eingeleitet wird.
Staatliche Stellen können diese Entscheidungen jedoch einschränken - indem sie etwa eine Landung an einem bestimmten Flughafen verweigern oder das Flugzeug durch Abfangjäger an einen anderen Flughafen drängen.
Das ist noch nicht klar. Es gibt nur Mutmaßungen - mehrere Behörden in europäischen Ländern ermitteln inzwischen zu den Vorfällen. Die Vielzahl der Attacken deutet zunächst auf ein abgestimmtes Vorgehen hin, ob nun von Einzelpersonen oder sogar von staatlich gelenkten Akteuren. Mit zunehmender Dauer der Störungen könnten zudem Trittbrettfahrer aufspringen und ihrerseits Drohungen in die Welt setzen.
Auch, ob die jüngsten Drohungen gegen Medienhäuser in Irland mit den Vorfällen im Flugverkehr zusammenhängen, ist offen. Die Drohungen gegen die Medien folgten jedoch "unmittelbar auf die anhaltenden Störungen des europäischen Flugverkehrs, die durch ähnliche Drohungen verursacht wurden, und es scheint wahrscheinlich, dass es sich hierbei um eine koordinierte Störkampagne handelt", teilte die irische Regierung der Nachrichtenagentur PA zufolge mit.
Es soll einen Zusammenhang mit den Drohungen gegen den europäischen Flugverkehr geben.
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Die Crews von Passagierflugzeugen werden regelmäßig auch zu Bombendrohungen geschult. Es gelten Notfallpläne, die Piloten und Flugbegleiter umsetzen. "Es geht darum, Ruhe zu bewahren und einen Plan zu entwickeln", sagt der erfahrene Boeing-Pilot Matthias Baier.