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Trotz Millionenerfolg: Bit Reactor entlässt Entwickler von Star Wars Zero Company
Nur Wochen nach der Rückkehr aus dem Zwangsurlaub verlieren Angestellte ihren Job. Das Studio schweigt bislang zur genauen Zahl der Betroffenen.
Star Wars Zero Company-Entwickler Bit Reactor hat eine nicht näher bezifferte Anzahl an Mitarbeitern entlassen – nur einen Monat, nachdem das Studio Teile seines zuvor beurlaubten Teams zurückgeholt hatte.
Wie Bespin Bulletin zuerst berichtete, machten mehrere Entwickler ihre Kündigung am Freitag, den 6. November, auf LinkedIn öffentlich. Bit Reactor selbst gab bislang nicht bekannt, wie viele Personen genau betroffen sind.
Das 2022 gegründete Studio Bit Reactor besteht zu großen Teilen aus ehemaligen Firaxis-Veteranen, die maßgeblich an Hits wie XCOM: Enemy Unknown und XCOM 2 mitwirkten. Das Team spezialisierte sich von Beginn an auf anspruchsvolle rundenbasierte Taktikspiele.
Unter den Entlassenen befindet sich unter anderem Senior Environment Artist Ryan Lopez. Er arbeitete dreieinhalb Jahre lang – von der Vorproduktion bis zum Launch – an Zero Company und verlor seinen Job nun nach einer dreimonatigen Zwangspause. Auch UI Engineer Tyler Eichten, der maßgeblich für die Bildschirmanzeigen der taktischen Missionen verantwortlich war, sowie Ryan Mosher aus dem QA-Team bestätigten inzwischen ihren Abschied.
"Auch wenn es schmerzt, bin ich unglaublich stolz auf das, was wir gemeinsam aufgebaut haben“, schrieb Lopez. "Es war ein Privileg, ein Spiel mit euch zu veröffentlichen."
Bereits in den Wochen vor dem Release von Zero Company am 27. August hatte Bit Reactor den Großteil seiner Belegschaft in Zwangsurlaub geschickt. Laut einer Quelle traf dies rund 80 Prozent der Angestellten. Dem Studio ging kurz vor der Veröffentlichung offenbar schlicht das Geld aus.
Dem Erfolg tat das keinen Abbruch: Das Spiel schlug sich wacker und verkaufte sich Schätzungen zufolge innerhalb eines Monats über eine Million Mal. Am 7. Oktober verkündete CEO Greg Foertsch via Bluesky schließlich, das Studio habe "damit begonnen, weitere Teammitglieder an ihren Arbeitsplatz zurückzuholen". Die Angestellten so kurz vor dem Start nach Hause zu schicken, sei zwar "eine unglaublich schwere Entscheidung" gewesen, "aber notwendig, damit wir letztlich so viele Mitarbeiter wie möglich zurückholen können".
Dem Vernehmen nach kehrte mehr als die Hälfte des Teams zurück, wenn auch nicht alle mit vollem Gehalt. Ob sich unter den Entlassenen dieser Woche auch Personen befinden, die erst kürzlich an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt waren, ist bisher nicht bekannt.