// EUROGAMER.DE — GAMING
Resident Evil Veronica: Remake wird trotz First-Person-Trailer ein Third-Person-Spiel
Producer Yoshiaki Hirabayashi bestätigt die klassische Perspektive für das Horror-Remake und zieht spielerische Parallelen zu Resident Evil 2.
Wenn ihr letzte Woche beim Summer Game Fest den Ankündigungstrailer zu Resident Evil Veronica gesehen habt, konntet ihr berechtigterweise annehmen, dass das Spiel die Ausflüge der modernen Reihe in den First-Person-Horror fortsetzt. Capcom hat nun jedoch bestätigt, dass sich das Remake von Code Veronica enger an das Original hält und wieder auf die klassische Third-Person-Perspektive setzt.
Das verrät Resident Evil Veronica-Producer Yoshiaki Hirabayashi in einer Fragerunde für die Presse auf dem Summer Game Fest, bei der auch Eurogamer dabei war. "Es ist ein Third-Person-Spiel", antwortete er auf die Frage, ob Veronica auf die First-Person-, Third-Person- oder eine Hybrid-Perspektive wie das diesjährige Resident Evil Requiem setzt. Er merkte außerdem an, dass sich Capcoms neue Version von Veronica zumindest ein paar spielerische Kniffe vom Remake zu Resident Evil 2 aus dem Jahr 2019 abschaut. Damals hatte Protagonistin Claire Redfield ihren letzten Auftritt in einem modernen Resident-Evil-Spiel (zuvor war sie 2015 im Spin-off Revelations 2 zu sehen).
"Ich denke, dass Veronica ... ein sehr einzigartiger Teil der Resident-Evil-Reihe ist", fuhr Hirabayashi fort. "Es ist schwer zu sagen, womit es vergleichbar ist. Allerdings spielt Veronica drei Monate nach Resident Evil 2. Claire ist noch dieselbe Person – sie ist in der Zwischenzeit nicht plötzlich zur Regierungsagentin geworden. Aber ihr Bruder hat sie ein wenig trainiert, sodass ihr mehr Möglichkeiten offenstehen. Allerdings gerät sie sehr schnell in eine absolut klassische Situation ... vielleicht ist es also am ehesten mit Resident Evil 2 vergleichbar."
Dass Resident Evil Veronica auf die Third-Person-Perspektive setzt, kommt vielleicht überraschend. Immerhin nutzte der fast vier Minuten lange Enthüllungstrailer die First-Person-Ansicht vieler neuerer Resident-Evil-Teile. Das Geschehen entfaltete sich fast komplett aus Claires Sicht, während sie das (extrem unaufgeräumte) Pariser Apartment ihres Bruders Chris erkundete. Hirabayashi erklärte jedoch, dass es für Capcom oberste Priorität habe, bei allen Remakes das jeweilige Original zu ehren. Auch an Veronica arbeite man daher "mit größter Sorgfalt und tiefem Respekt".
Warum sich das Entwicklerteam als Nächstes ausgerechnet Code Veronica vorknöpfen wollte? Laut Hirabayashi geht diese Entscheidung auf die frühere Arbeit an den gefeierten Remakes von Resident Evil 2 und Resident Evil 4 zurück. Letzteres trieb die Geschichte von Leon S. Kennedy voran – als Vorbereitung auf seine Rolle im fantastischen, diesjährigen Requiem. Als das Team dann gefragt wurde, was es als Nächstes anpacken wolle, kam das Gespräch schnell wieder auf "die andere Person, die mit ihm aus Raccoon City entkommen ist": Claire Redfield. Das Team wollte unbedingt zurückkehren, um ihre Seite der Geschichte zu erzählen.
An anderer Stelle des Gesprächs verriet Hirabayashi außerdem, warum Capcom beschlossen hat, das "Code" aus dem Namen von Code: Veronica zu streichen. Mehr verrät der Publisher im Moment allerdings noch nicht. Rechnet im Vorfeld des Releases von Resident Evil Veronica im Jahr 2027 auf Xbox Series X/S, PlayStation 5, Switch 2 und PC einfach mit weiteren Details.