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Resident Evil Veronica: Capcom erklärt den neuen Namen des Horror-Remakes
Der Producer des Capcom-Titels spricht über das prägnante Titelschema der Serie und das ewige Entwickler-Dilemma zwischen Nostalgie und Moderne.
Bei all der Aufregung um die Ankündigung von Capcoms lang erwartetem Remake zu Resident Evil Code: Veronica letzte Woche konntet ihr leicht übersehen, dass die Neuauflage eine kleine Namensänderung verpasst bekommen hat. Und falls ihr euch fragt, was dahintersteckt: Der Publisher hat jetzt erklärt, warum das frisch getaufte Resident Evil Veronica nicht mehr "Code: Veronica" heißt.
Was den Namen angeht, war das Original – technisch gesehen eher ein Spin-off als ein Teil der Hauptreihe – schon immer ein kleiner Ausreißer in der Serie. Die ungewöhnliche Kombination aus Bindestrich und Doppelpunkt (offiziell schreibt sich der Name Resident Evil – Code: Veronica) hat Capcom davor und danach nie wieder genutzt.
Warum also der neue Name? Yoshiaki Hirabayashi, der Producer von Resident Evil Veronica, sprach darüber kürzlich in einer Fragerunde für die Presse auf dem Summer Game Fest, bei der auch Eurogamer dabei war. Er erklärte, dass für Capcom und das Entwicklerteam (das übrigens auch für die gefeierten Remakes von Resident Evil 2 und 4 verantwortlich war) jedes Remake genauso wichtig ist wie ein nummerierter Hauptteil. Deshalb wollten sie einen Namen, der besser zu den anderen Spielen der Reihe passt.
"Wenn man sich die jüngsten Teile der Resident-Evil-Reihe ansieht", erläutert Hirabayashi weiter, "folgen unsere Titel einem sehr klaren und prägnanten Namensschema. Meistens heißt es einfach Resident Evil, gefolgt von einem einzelnen, einfachen Begriff. Als wir über den Titel für dieses Remake entschieden haben, wollten wir das eine Wort finden, das das Spiel am besten repräsentiert. Und wir fanden, dass 'Veronica' genau ins Schwarze trifft."
Außerdem sprach er über das typische Dilemma bei Remakes, die sowohl neue als auch alte Fans ansprechen sollen. "Darüber streitet sich unser Entwicklerteam eigentlich ständig", verriet er. "Wenn wir uns zusammensetzen und diskutieren, gibt es immer eine Seite, die das Original liebt und alles so lassen will, wie es war. Die andere Seite möchte unbedingt neue Elemente einbauen." Wer am Ende das letzte Wort hat? "Diese Entscheidung trifft ganz allein der Director."
Das originale Resident Evil – Code: Veronica erschien im Jahr 2000 für die Sega Dreamcast. Obwohl es keine Nummerierung trug, erzählte es die Haupthandlung um Claire und Chris Redfield entscheidend weiter. Das Remake gliedert das Spiel nun endgültig in Capcoms moderne Blockbuster-Riege ein.
Über diesen Spagat zwischen neuen und alten Zielgruppen sprach auch Koshi Nakanishi, der Director von Resident Evil Requiem, zuvor im Interview mit Eurogamer. "Das haben wir beim Designen dieser Spiele eigentlich immer im Hinterkopf", erklärte er. "Wir betrachten die Inhalte und das Design stets sowohl aus der Sicht der eingefleischten Fanbase... Wir machen uns darüber viele Gedanken – sowohl bei Requiem als auch bei jedem anderen Resident-Evil-Titel."
Resident Evil Veronica soll übrigens nächstes Jahr für Xbox Series X/S, PlayStation 5, Switch 2 und PC erscheinen.