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2 Fights in 2 Tight Spaces: Der beste Mix aus Sammelkarten und Rundentaktik ist zurück
Das beste John-Wick-Spiel, das gar keins ist, lässt euch schon im Early Access fiesen Bösewichten auf engstem Raum so richtig eins auswischen
Die Fortsetzung zu Fights in Tight Spaces wurde grafisch erweitert, führt neue Mechaniken ein und lässt bis zu drei Spieler gemeinsam online kämpfen. Entwickler Ground Shatter vereint in seiner kleinen Serie Rundentaktik in kleinen Räumen mit dem Prinzip des Sammelkartenkampfs. Das Spiel ist am 7. Juni in den Early Access auf Steam gestartet, soll mit dem Update auf Version 0.5 auch auf GOG veröffentlicht werden und kostet knapp 13,50 Euro.
Zwei Sachen: Natürlich weiß ich, dass ein Großteil von euch vor allem mit dem kürzlich erschienenen Nachfolger zu Slay the Spire seine Zeit verbringt. Mir war die Rundentaktik bei Fights in Tight Spaces aber stets lieber, weil es da eben nicht nur um das Ausspielen der richtigen Karten geht, sondern man sich auf engstem Raum auch geschickt positionieren muss und die Feinde in verdammt cooler Manier gegeneinander ausspielen oder die Umgebung nutzen kann, um ihnen Schaden zuzufügen.
Die zweite Sache: Der Titel der Fortsetzung, 2 Fights in 2 Tight Spaces ist der schlimmste, den ich seit langem gelesen habe. Das Risiko für Hirnverknotungen sowie buchstäbliche Zungenbrecher dürfte er jedenfalls in exorbitante Höhen steigern. Was sich Entwickler Ground Shatter dabei gedacht hat, ist mir ein Rätsel.
Gut, faktisch ist mir natürlich klar, was sich das Studio dabei gedacht hat. Immerhin kann man 2 Fights in 2 Tight Spaces im Gegensatz zum Vorgänger auch kooperativ spielen. Bis zu dritt sogar. Aber eine Drei im Namen war dann wohl selbst den härtesten Verfechtern logopädischer Phänomene zu viel.
Leider habe ich bisher noch keine offene Partie gefunden, während einer von mir eröffneten noch niemand beigetreten ist. Was sicherlich daran liegt, dass sich das Spiel noch im Early Access befindet, gerade erst völlig überraschend veröffentlicht wurde und ein Großteil der Fans vom Vorgänger womöglich ohnehin lieber alleine spielt.
Und immerhin bekommen auch Solisten hier so einiges an Neuerungen, ohne dass sich die Fortsetzung so richtig anders anfühlt – tatsächlich übernimmt sie selbst einen Teil der neuen Aktionen aus einer der Erweiterungen des Vorgängers, nämlich Weapons of Choice. Denn schon dort konnte man Widersacher nicht nur entwaffnen, sondern die so erhaltenen „Werkzeuge“ anschließend auch gegen sie verwenden.
Das wird diesmal freilich stark ausgebaut, wobei man dazu ermutigt wird, Waffen nicht nur aufzunehmen, sondern sie auch wieder abzulegen, weil man mit jedem dieser Stellungswechsel mindestens eine neue Angriffskarte erhält, um sofort zuschlagen zu können. Außerdem gibt es Karten, mit denen man in einer der Stellungen, also mit oder ohne Waffe, besonders großen Schaden anrichtet, sodass man seine bevorzugte Spielweise sogar noch stärken kann.
Hinzu kommen erweiterte Interaktionen mit der Umgebung, bei denen man Gegner jetzt nicht nur mit Schmackes auf Wände und Kanten drückt, sondern auch in Spielautomaten, elektrische geladene Spulen und mehr. Wo die Gesichter von Kazumas Feinden in den Yakuza-Spielen Bekanntschaft mit dem Beton der Großstadt machen, geht das den Bösewichten hier ganz ähnlich – solche Finisher dienen als gelungene Finisher der martialischen Begegnungen.
Richtig gut gefällt mir außerdem der überarbeitete Stil, bei dem Ground Shatter vieles übernimmt, das schon im Ableger Knights in Tight Spaces Einzug fand. 2 Fights in 2 Tight Spaces behält zwar den farblichen Minimalismus seines Vorgängers bei. Weil Wände und Einrichtung jetzt aber dunkler sind, wirken die Kulissen plastischer und für mein Empfinden deutlich schicker als im Vorgänger.